Japanische Fremdschäm-Werbung Wie Cristiano Ronaldo zum Mundakrobaten wird

Mittwoch, 06. August 2014
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Philipp Lahms Werbepartnerschaft mit dem Fensterhersteller Drutex, Miroslav Kloses mäßige Schauspieleinlage für Expert - alles vergessen. Die goldene Himbeere für die misslungenste Fußballerwerbung geht ohne Zweifel an Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Der Portugiese ist das neue Gesicht des japanischen Kosmetikunternehmens MTG und als solches Protagonist in einer TV-Werbung für ein - Achtung - Gesichtsfitnessgerät. Nicht selten kommt es für Fernsehzuschauer aus der westlichen Hemisphäre zu einem echten Kulturschock, wenn Bilder aus Japan über die TV-Geräte in Europa oder den USA flimmern. In diese Kategorie passt getrost auch das MTG-Commercial, das im Land der aufgehenden Sonne seit rund einer Woche on air ist. Zu Beginn des Spots ist noch alles in bester Ordnung, Cristiano Ronaldo darf im Freizeitlook mit dem Ball jonglieren - eine Sache, die er ohne Zweifel hervorragend beherrscht. Dann aber kommt das "Facial Fitness Pao" ins Spiel, ein Gerät, das man sich zwischen die Lippen klemmt und damit die Gesichtsmuskeln trainiert. So soll das Lächeln gestrafft werden.

Als wäre das Produkt alleine nicht schon skurril genug, "glänzt" der Star von Real Madrid auch noch mit einer sehr mäßigen Schauspielleistung - das wirkt fast wie ein Fake. "Wir dachten, dass Cristiano Ronaldo die einzige Person ist, die unser Produkt repräsentieren kann", sagte MTG-Chef Tsuyoshi Matsushita der englischsprachigen "Japan Times". Allerdings scheint sich Ronaldo geweigert haben, das "Facial Fitness Pao" im Spot auch selbst in seinem eigentlichen Sinne zu benutzen, sprich in den Mund zu nehmen. Das musste er während seines zweitätigen Japan-Aufenthaltes dann allerdings in einer TV-Show nachholen. Der Gesichtsfitness-Spot ist übrigens nicht Ronaldos einziges Engagement für MTG: Dass er auch seriös kann, zeigt er hier. fam
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