JOM-Prognose Digitale Umfelder lassen deutschen Werbemarkt auch 2016 weiter wachsen

Montag, 11. Januar 2016
Der deutsche Werbemarkt soll dieses Jahr um 2 Prozent ansteigen
Der deutsche Werbemarkt soll dieses Jahr um 2 Prozent ansteigen
Foto: James Thew/Fotolia
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Werbemarkt Agenturgruppe Michael Jäschke Fußball-EM


Der deutsche Werbemarkt wird 2016 weiter wachsen. Zu dieser Einschätzung kommt die Hamburger Agenturgruppe JOM (Jäschke Operational Media) in ihrer jährlichen Prognose. Laut JOM werden die Netto-Werbeausgaben der Unternehmen in Deutschland im laufenden Jahr um etwa 2 Prozent ansteigen und ein Volumen von über 23 Milliarden Euro erreichen.

Für die klassischen Medien ändert sich fast nichts. Die Experten von JOM sagen ein nahezu unverändertes Niveau zum Vorjahr voraus. Die weiter schwächelnden Print-Erlöse werden, so heißt es, durch Zuwächse in Medien wie TV oder Außenwerbung aufgefangen.

Wachstum erziele der Gesamtmarkt weiter aus den digitalen Werbemedien: Wie schon im vergangenen Jahr bleiben auch 2016 die Wachstumsraten für mobile Werbeformen, Online-Video und Content-Marketing auf hohem Niveau und treiben den Markt. Mit einem Volumen von über 300 Millionen Euro in 2016 hätten sich beispielsweise die Werbeausgaben im Mobile-Marketing seit 2014 mehr als verdoppelt. Ein gleiches Bild zeigt sich im Bereich des non-linearen Bewegtbilds (Online-Video). Hier prognostiziert JOM das Volumen auf knapp über 400 Millionen Euro. Für die vom Volumen her größten Bereiche Display-Marketing (+1,8 Prozent) und Suchmaschinenmarketing (+1 Prozent) geht JOM hingegen von deutlich schwächeren Steigerungen aus.
JOM-Chef Michael Jäschke
JOM-Chef Michael Jäschke (Bild: JOM)
"Die Investitionsfreude der Unternehmen wird auch 2016 anhalten, da das Wirtschaftswachstum nach heutigem Stand stabil bleibt, und der private Konsum hierbei weiterhin eine wesentliche Stütze bildet," so Michael Jäschke, Geschäftsführer der JOM. "Durch neue Technologien, immer mobilere Mediennutzung aber auch Entwicklungen wie Programmatic Advertising profitieren insbesondere die digitalen Medien."

Von Groß-Events wie der Fußball-EM in Frankreich oder den Olympischen Sommerspielen in Rio sind aus Sicht von JOM keine größeren Wachstumsimpulse auf den deutschen Werbemarkt zu erwarten. Die Preissteigerungen der Medien liegen im Jahr 2016 im Durchschnitt voraussichtlich bei rund 3 Prozent. ron

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