Irreführende Werbung Beck's entschädigt in den USA Biertrinker

Freitag, 26. Juni 2015
Becks muss Kunden in den USA Entschädigung zahlen
Becks muss Kunden in den USA Entschädigung zahlen
Foto: InBev
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Beck's Schinken Anheueser Inbev-Gruppe


In Deutschland ist es der Schwarzwälder Schinken, um dessen Herkunft gerne gestritten wird. In den USA kämpft nun Beck's mit dem Vorwurf von Konsumenten, nicht deutsch genug zu sein.
 Die Kritik kostet den weltgrößten Brauereikonzern Anheueser Busch InBev richtig viel Geld. Nach dem jetzt erzielten vorläufigen Vergleich zahlt Beck's jedem Konsumenten gegen Vorlage eines Kassenzettels eine Entschädigung, pro Einzelflasche zehn US-Cent, für einen Sixpack 50 Cent. Das berichtet das "Wall Street Journal". Diese Einigung erzielte Beck's vor einem Gericht in Miami nach einer ersten Anhörung mit den Betreibern einer Sammelklage. Die endgültige Entscheidung soll erst im Oktober fallen. Die Konsumenten sahen sich getäuscht, weil Beck's in der Kommunikation etwa mit "Deutsche Qualität" und "Ursprung in Bremen, Deutschland" wirbt. Tatsächlich wird der Gerstensaft, von dem Beck's in den USA etwa 600.000 Hektoliter jährlich verkauft, seit 2012 in St. Louis gebraut. Warum? Das Bier ist schneller und damit frischer bei den Konsumenten als bei einem Transport mit dem Schiff.

Aus Sicht von Beck's ist die US-Herkunft aber transparent über die Etikettierung, Verpackung und Vermarktung kommuniziert und damit im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben. Trotzdem soll der Aufdruck "Product of the USA" auf den Flaschen jetzt noch größer werden, um weitere Missverständnisse zu vermeiden.

Trotzdem sucht Beck's den Vergleich, wohl auch, um einen langen, quälenden Rechtsstreit und vor allem weitere Klagen zu vermeiden. Pro Minuten werden weltweit 3000 Flaschen des deutschen Qualitätsbieres getrunken. Die Marke ist in rund 100 Ländern präsent. Gerade deshalb betont das Unternehmen auch, dass es beispielsweise qualitativ keinen Unterschied zwischen einem in den USA und einem in Deutschland gebrauten Beck's gibt. Insgesamt unterhält der Konzern weltweit 15 Produktionsstandorte.  mir 

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