Internettrend ASMR Unilever und Fischer-Appelt überraschen mit Food-Porn für den Kopf

Freitag, 10. März 2017
Unilever geht in der Rama-Kommunikation neue Wege - und brandet ein ASMR-Video
Unilever geht in der Rama-Kommunikation neue Wege - und brandet ein ASMR-Video
Foto: Asmrsurge
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Unilever Sebastian Bernbacher YouTube


In der Regel dauert es nicht lange, bis Werbungtreibende Internet-Hypes für sich entdecken - man denke an die Ice Bucket Challenge, den Harlem Shake oder zuletzt die Mannequin Challenge. Beim seit etwa zwei Jahren bekannten Trend zu "Autonomous Sensory Meridian Response" (ASMR) - das sind Videos, die für ein emotionales Kopfkribbeln und damit für Entspannung sorgen - aber gibt es bislang kaum Marken-Cases. Nun legt Unilever für Rama das erste gebrandete ASMR-Video vor.
Die Marke setzt damit konsequent ihre Neupositionierung fort, die Unilever Anfang des Jahres eingeleitet hat. Das Unternehmen will neue Zielgruppen erreichen, so auch mit dem knapp halbstündigen ASMR-Film. Darin geht es um die vertrauten und daher als angenehm empfundenen Geräusche, die etwa das Aufschneiden eines Brotlaibs und das Verstreichen von Margarine verursachen - Food-Porn für den Kopf sozusagen."Für Rama ist es das erste ASMR-Video und es ermöglicht uns eine ganz neue Art der Kommunikation. Dadurch fügt sich das Video gut in die Neupositionierung der Marke ein", sagt Sebastian Bernbacher, Marketing Manager bei Unilever DACH. Die Idee, Konzeption und Entwicklung des Films verantwortet Fischer-Appelt. Bei der Umsetzung arbeiteten Agentur und Kunde mit dem Betreiber des Youtube-Channels Asmrsurge zusammen, der für seine ASMR-Entspannungsvideos (u.a. mit den Titeln "Soap carving", "Kinetic Sand" oder "Unboxing a military ration") regelmäßig mehrere Millionen Views einfährt. Auch das Rama-Video mit dem Titel "Tasty Triggers" wurde nach einer Woche im Netz bereits deutlich über 200.000 Mal gesehen.
Das Branding eines "regulären" ASMR-Videos ist zwar eine Premiere, im vergangenen Jahr versuchten allerdings auch schon andere Werbungtreibende, auf den Internettrend aufzuspringen - etwa die 
Mars-Schokoladenmarke Dove in China und KFC in den USA. Beide Spots (siehe unten) sind aber im Vergleich zu herkömmlichen ASMR-Videos sehr kurz gehalten. Unilever geht für Rama einen anderen Weg und brandet einen Clip mit der stolzen Länge von 27:31 Minuten - von dem es aber auch eine Kurzfassung gibt. fam

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