"Intel Inside" Chiphersteller wirbt auf Innenseite der Barca-Trikots

Freitag, 13. Dezember 2013
Puyol, Rosell, Conrad und Piqué bei der Präsentation der Zusammenarbeit (Bild: Intel)
Puyol, Rosell, Conrad und Piqué bei der Präsentation der Zusammenarbeit (Bild: Intel)


Der FC Barcelona mausert sich zum Spezialisten für Trikotwerbung: Der spanische Spitzenclub, der bis vor einigen Jahren noch komplett auf Sponsoren für die Leibchen der Spieler verzichtet hatte, hat eine Partnerschaft mit Intel bekannt gegeben - und zwar eine recht innovative: Der Chiphersteller wird mit seinem Claim "Intel Inside" nur auf der Innenseite der Barca-Trikots präsent sein. Die Frage ist natürlich, wann die Werbebotschaft von den Stadionbesuchern und den Zuschauern am TV-Bildschirm überhaupt gesehen werden kann. Dies dürfte etwa dann der Fall sein, wenn ein Spieler sich nach einem Torerfolg das Trikot über den Kopf zieht oder wenn die Teams nach dem Spiel ihre Oberteile tauschen - traditionell werden sie danach verkehrt herum wieder angezogen. In der deutschen Bundesliga wäre diese Art des Sponsorings übrigens verboten. Die Statuten der Deutschen Fußball Liga sehen Werbung nur auf der Trikotvorderseite vor.


Die Werbung werde zum ersten Mal beim Ligaspiel gegen Villareal am 14. Dezember zum Einsatz kommen, teilte Intel mit. Zusätzlich stattet Intel den FC Barcelona mit Technologie aus, die etwa die Spieler und der Trainerstab sowie die Schüler der berühmten Nachwuchsakademie La Masia nutzen können. Wie viel Intel dafür auf den Tisch legt, wurde nicht bekannt. "Das ist weit mehr als reines Sponsoring für Intel", sagt Intels Chief Marketing Officer Deborah Conrad. "Die Technologien, die wir zur Verfügung stellen und die Programme, an denen wir zusammen arbeiten, werden den FC Barcelona zu einem der technologisch fortschrittlichsten Fußballclubs der Welt machen. Darüber hinaus werden wir ambitionierte Bildungsinitiativen ins Leben rufen."

Als Trendsetter in ihren jeweiligen Bereichen sei diese Zusammenarbeit für beide Seiten sehr wichtig, ergänzt Sandro Rosell, Präsident des FC Barcelona, bei der Vorstellung der Intel-Partnerschaft mit den Spielern Carles Puyol und Gerard Piqué. "Es wird mehr sein, als ein rein finanzielles Sponsoring." Erst kürzlich hatte der Club mit Qatar Airways einen neuen Hauptsponsor vorgestellt, der in den kommenden drei Jahren 96 Millionen Euro an den spanischen Meister überweisen wird. Die größte Einnahmequelle für den FC Barcelona ist jedoch die TV-Vermarktung, die dem Verein laut Deloitte rund 180 Millionen Euro pro Jahr einbringt. ire
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