Influencer Marketing BVDW-Studie belegt verkaufsfördernde Wirkung der Hype-Disziplin

Donnerstag, 30. November 2017
Die wichtigsten Kanäle für Influencer Marketing sind der Studie zufolge Facebook und Youtube
Die wichtigsten Kanäle für Influencer Marketing sind der Studie zufolge Facebook und Youtube
© HORIZONT

Über die Leistungs- und Wirkungsnachweise von Influencer Marketing ist bislang recht wenig bekannt. Nun legen der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und Influry, ein Anbieter automatisierter Influencer-Marketing-Software, eine neue Studie zu der Hype-Disziplin vor. Die Erhebung zeigt, dass jeder sechste deutsche Online-User zwischen 14 und 29 Jahren bereits ein Produkt erworben hat, das er bei einem Influencer gesehen hatte. Wichtigste Kanäle sind Facebook und Youtube.
Die beiden größten Social-Media-Plattformen kommen auf eine Produktwahrnehmung von 52 Prozent (Facebook) beziehungsweise 37 Prozent (Youtube). Dahinter rangiert Whatsapp (22 Prozent), erst dann folgt Instagram (15 Prozent). Gefragt wurde, ob die Online-User schon einmal über einen der Social-Media-Kanäle auf ein Produkt oder einen Service aufmerksam geworden sind. Mehr als jedes dritte Mal (38 Prozent) wurde das Online präsentierte Produkt dabei von einer Person vorgestellt - sichtbarer sind nur Banner und Werbevideos (je 47 Prozent).

Frage: "Haben Sie schon einmal ein Produkt später auch gekauft, das von einem Influencer beworben wurde?"

Quelle: BVDW/Influry
Bei den jungen Usern von 14 bis 29 Jahren nahmen 37 Prozent der Befragten wahr, dass ein Produkt oder ein Service im Netz von einem Influencer empfohlen wurde - und das hat Auswirkungen auf den Abverkauf: 16 Prozent griffen bereits mindestens einmal zu und erwarben das gesehene Produkt. Vor allem bei den 14- bis 17-Jährigen funktioniert das Tool, hier gibt jeder Fünfte an, schon einmal ein von einem Influencer empfohlenes Produkt gekauft zu haben. Mit steigendem Alter nimmt die Quote wenig überraschend ab: Bei den 30- bis 39-Jährigen sagen das noch 8 Prozent, bei den über 50-Jährigen nur 3 Prozent. Frauen sind laut der Studie Influencer-affiner als Männer (59 vs. 41 Prozent).

Die Studie

Durchgeführt hat die Studie "Bedeutung von Influencer Marketing in Deutschland 2017" Goldmedia im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) sowie der Influencer-Marketing-Agentur Influry. Befragt wurden dafür im April bundesweit 1604 Online-Nutzer über 14 Jahren. Influencer definierten die Studienautoren als "Personen, die aufgrund ihrer medialen Präsenz und ihrer Bekanntheit in einem oder mehreren sozialen Netzwerken auch werbliche Dienste anbieten können".
"Die Zahlen zeigen eindeutig, dass Influencer Marketing verkaufsfördernd wirkt", sagt Marco ZinglerGeschäftsführer der Digitalagentur Denkwerk und Vizepräsident des BVDW. Vor allem gilt das bei Produktkategorien, die die Studie als besonders beeinflussbar einordnet - allen voran Food. Das Segment zählt bei fast allen Altersklassen zu den Branchen, die von Influencer-afffinen Online-Nutzern am häufigsten gesucht werden. Bei den 14- bis 17- Jährigen ist nur Beauty beliebter, bei den 18- bis 29- Jährigen steht Sport immerhin auf Platz zwei. Bei 30- bis 49-Jährigen ist News die beliebteste Kategorie. fam
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