Influencer-Experte über Schleichwerbung „Die Branche wird ein Problem bekommen“

Freitag, 21. Oktober 2016
Influencer Marketing ist derzeit ein boomendes Geschäft.
Influencer Marketing ist derzeit ein boomendes Geschäft.
Foto: HORIZONT

In der Influencer-Szene wird zunehmend über Schleichwerbung diskutiert – auch beim HORIZONT-Kongress „Content Marketing 2016“, der gestern in Frankfurt stattfand. „Die Branche wird ein Problem bekommen, weil man das Thema zu lax angeht“, erklärte Matthias Bannert, CEO und Gründer der Influencer-Agentur bOOst.me. „Viele Influencer agieren in der Arbeit für Marken zu naiv“, so Bannert, „sie kennen teilweise den Unterschied zwischen Redaktion und Werbung nicht.“

Matthias Bannert hält  Influencer für zu naiv
Matthias Bannert hält Influencer für zu naiv (Bild: HORIZONT / Sonja Schwarz )
Zwar ist gesetzlich genau geregelt, was erlaubt ist, was nicht und wie Werbung zu kennzeichnen ist. Aber die Bestimmungen sind den teilweise noch sehr jungen Youtubern, Instagram-Stars und Bloggern häufig einfach nicht bekannt – ein Problem, das auch die Influencer-Experten beim Kongress einräumten.
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Unterschiedlich bewertet wurde jedoch das Ausmaß der Problematik: „Man muss auch sehen, dass sich die Influencer untereinander mittlerweile ziemlich gut kontrollieren und schnell auf unerlaubte Schleichwerbung aufmerksam machen“, betonte etwa Philipp John, Geschäftsführender Gesellschafter des Influencer-Vermittlers Reachhero.

Auf dem Podium war mit Vicky Heiler auch eine erfolgreiche Influencerin vertreten, die seit sieben Jahren den Lifestyle-Blog Bikinis & Passports betreibt und schon viel Erfahrung mit Markenkooperationen gesammelt hat. Sie findet, dass Transparenz-Regeln im deutschsprachigen Raum im internationalen Vergleich bereits gut umgesetzt werden. In puncto Werbung ist ihr vor allem wichtig, dass sie authentisch ist: „Wenn eine Marken-Aktion gut umgesetzt ist und zum Influencer passt, fällt den Lesern überhaupt nicht auf, dass es sich um bezahlte Werbung handelt – obwohl dies klar gekennzeichnet ist“, so Heiler. „Es stört sie auch nicht, weil sie ja passende Marken-Tipps von mir wollen.“

Vielen Werbungtreibenden sei das aber offenbar noch nicht bewusst: „Ich bekomme nach wie vor Anfragen, die ich ablehnen muss, auch wenn sie schnelles Geld bringen würden. Es passt aber nicht, wenn ich für einen Mode-Discounter werbe. Neulich kam ein Angebot für Katzenfutter – dabei habe ich doch einen Hund.“

Und wie wird sich Influencer Marketing weiter entwickeln? Die Experten in Frankfurt zeigten sich nach wie vor sehr zuversichtlich – eine Überhitzung des Marktes gebe es noch nicht, so der Tenor. Für Robert Levenhagen, CEO des Bewertungsportals Influencer DB, kommt der ganz große Boom erst noch, weil Influencer Marketing für eine komplett neue Mediennutzung stehe: „Und die werden die Leute, die heute 25 sind und kein Fernsehen mehr gucken, auch später nicht mehr ablegen.“ kj

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