Indahash-Studie Diese Insights über Influencer sollten Marken und Medien kennen

Donnerstag, 08. Juni 2017
"Mittelstands"-Influencer wie die Polin kate.zach (35.800 Follower) gehören zum Indahash-Netzwerk
"Mittelstands"-Influencer wie die Polin kate.zach (35.800 Follower) gehören zum Indahash-Netzwerk
Foto: Instagram/kate.zach
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Influencer Indahash Instagram Snapchat Martin Wroblewski


Influencer und die mit ihnen verbundenen Werbemöglichkeiten bei Instagram, Snapchat und Co sind in aller Munde - Insights über die Akteure vor der Kamera waren bislang allerdings Mangelware. Die Lücke füllt die Vermittlungsplattform Indahash mit ihrem globalen "Influencer Report 2017". Dieser gibt Aufschluss über Mediengewohnheiten, Markenvorlieben und die Selbsteinschätzung der Influencer.

Der typische Influencer

Nach den Ergebnissen der (nicht repräsentativen) Indahash-Untersuchung mit knapp 2300 Influencern ist der typische Social-Media-Protagonist weiblich (68 Prozent), im Schnitt 21 Jahre alt und studiert (62 Prozent). Er oder sie wohnt zu 60 Prozent in einer Hauptstadt oder Metropole, hat durchschnittlich 19.918 Follower und postet einmal täglich (61 Prozent). Die Interaktionen führen zu einer Engagement-Rate von 11 Prozent.

Die Studie

Die Ergebnisse stammen aus dem Influencer Report der Plattform Indahash, die Werbekunden und Marken für Kampagnen automatisiert mit Influencern aller Größenordnungen zusammenbringt. Im 1. Quartal 2017 befragte das in Polen gegründete Unternehmen über seine Mobile-App knapp 2300 Influencer – etwa ein Zehntel des Netzwerks. Indahash ist in 50 Märkten aktiv und hat Büros in Warschau, Berlin, New York, London sowie Dubai. Geschäftsführerin ist die Polin Barbara Sołtysinska. Das deutsche Geschäft leitet Martin Wroblewski, zuletzt Head of New Business Development bei Divimove.

Ihr Selbstverständnis

Fast zwei Drittel der befragten Influencer sehen ihre Präsenz in Social Media als Profession an. Dazu gehört, dass sie regelmäßig posten, spezielle Ansichten ihres Schaffens haben, ihre Fähigkeiten verbessern wollen und dabei stets professionell bleiben. 58 Prozent verbringen viel Zeit damit, verschiedene Fotos aufzunehmen und zu bearbeiten. Nur 7 Prozent sehen sich in Konkurrenz mit anderen Influencern, für die meisten sind sie einfach andere Social-Media-Nutzer (37 Prozent), Business-Partner (31 Prozent) oder Freunde (25 Prozent). Eine breite Mehrheit (88 Prozent) glaubt übrigens, dass sie auch im Offline-Leben Einfluss auf ihre Freunde haben.
Kapten & Son
Bild: Screenshot Instagram/@kaptenandson

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Ihre Mediennutzung

Nur 56 Prozent der befragten Influencer schauen täglich fern, Radio hört nur gut jeder dritte und nur jeder vierte konsumiert jeden Tag Presseerzeugnisse. Bei der Mediennutzung ganz vorne liegen wenig überraschend Social-Media-Kanäle wie Instagram (93 Prozent) und Facebook (80 Prozent), auch Streaming-Dienste schneiden vor allem in Sachen Nutzungsdauer gut ab. 82 Prozent sind der Meinung, die Menschen würden eher ihren Freunden in Social Media folgen als klassischen Medienkanälen. Das führt dazu, dass sich 77 Prozent der Influencer in Konkurrenz zu TV, Print und Co sehen - in puncto Content und Reichweite, letztlich aber auch im Wettbewerb um Mediabudgets. 

Ihre Werbe- und Markenvorlieben

Werbung an sich ist für die befragten Influencer wenig überraschend kein Problem. In ihrer Gunst liegt das Product Placement vorne - 77 Prozent würden gegen Bezahlung Produkte in ihren Posts unterbringen. 62 Prozent befürworten eine Kennzeichnung als Sponsored Posts. Der "Influencer Report" zeigt, dass das Budget allein dabei nicht entscheidend ist: 78 Prozent der Befragten würden für eine Marke ihrer Wahl auch umsonst werben. Jeder Zweite bevorzugt globale Marken anstelle von nationalen (10 Prozent) und regionalen (3 Prozent), für viele spielt die Größe des Kooperationspartners aber gar keine Rolle (37 Prozent). Die beiden mit Abstand beliebtesten Marken der Influencer sind die Sportartikelhersteller Nike (30 Prozent) und Adidas (26 Prozent). fam
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