Immobilienscout24 Wenn Mieter die eigene Seele als Kaution hinterlegen

Donnerstag, 09. Januar 2014
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Eine Wohnung suchen in deutschen Großstädten ist längst kein Zuckerschlecken mehr. Das weiß auch das Onlineportal Immobilienscout24 und präsentiert in seinem neuen TV-Spot die erfolgreiche Wohnungssuche als eine Variante amüsanter Verschwörungstheorien, bei denen unter anderem auch der Teufel als Makler auf Kundenfang geht. Der von Jung von Matt/Elbe kreierte Auftritt signalisiert eine deutliche Emotionalisierung der Marke.
Der neue Markenauftritt erfolgt in einer Übergangszeit für die Scout24-Gruppe, die das Portal betreibt. Der bisherige Mehrheitsgesellschafter Deutsche Telekom fand im November mit der US-Investorengesellschaft Hellman & Friedman (H&F) einen Käufer für 70 Prozent der Anteile des Unternehmens. Die Transaktion mit einem voraussichtllichen Volumen von 1,5 Milliarden Euro soll voraussichtlich im ersten Quartal 2014 umgesetzt werden.

Mit der neuen Werbestrategie bricht Immobiliencout24 deutlich mit seiner bisherigen Markeninzenierung, die um maximale Seriosität und Produktfokussierung bemüht war. Star des neuen Spots (Filmproduktion: Element E) ist nicht mehr ein Paar mittleren Alters, sondern eine junge Frau, die offensichtlich noch wenig Erfahrung im Wohnungsmarkt hat. Dass es ihr trotzdem gelungen ist, schnell eine Wohnung zu finden, verblüfft ihre Familie zutiefst. Schnell sind die Familienmitglieder mit überraschenden Erklärungen bei der Hand, die von Manipulationen an der Adresse über eine Schnellbewerbung per Raketen-Ruckssack bis hin zum Pakt mit dem Teufel reichen.

Anders als in den früheren Spot versucht Immobilienscout24 auch nicht mehr, sowohl Mieter wie auch Vermieter anzusprechen. Der neue Spot wendet sich ausschließlich an Mieter auf Wohnungssuche. cam
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