IAA-Auftakt VW möchte 2018 die Nummer 1 bei der Elektromobilität sein

Dienstag, 10. September 2013
VW-Chef Martin Winterkorn (Foto: Dirk Weyhenmeyer)
VW-Chef Martin Winterkorn (Foto: Dirk Weyhenmeyer)

Bis 2018 möchte Volkswagen Weltmarktführer bei der Elektromobilität sein. Das kündigte Vorstandschef Martin Winterkorn beim traditionellen Konzernabend am Vorabend der 65. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main an. "Wir starten zum genau richtigen Zeitpunkt. Wir elektrifizieren alle Fahrzeugklassen", sagte Winterkorn. Volkswagen präsentiert auf der IAA insgesamt vier E-Fahrzeuge: den Porsche Panamera SE Hybrid, den A3 e-tron Plug-in Hybrid, den Cityflitzer VW e-Up und den e-Golf. Allerdings verlief der Start gestern etwas holprig. Statt der angekündigten vier Modelle rollten erstmal nur drei auf die Bühne. Der E-Golf kam mit leichter Verspätung in die Halle. Ein kleiner Schönheitsfehler, der bei der Presse zu manchem hämischen Kommentar führte.

Trotzdem. VW meint es ernst. Bis 2014 sollen insgesamt 14 Modelle mehrerer Konzern-Marken mit Elektro- oder Hybridantrieben verfügbar sein. Bei entsprechender Nachfrage können bis zu 40 neue Modelle mit alternativen Antrieben ausgerüstet werden. Bis 2015 investiert der Konzern laut eigenen Angaben mehr als zwei Drittel von 50 Milliarden Euro in Effizienztechnologien und die nachhaltige Produktion. Der Konzern hat fast 70.000 Mitarbeiter in Entwicklung, Produktion und Service für die neue Technologie geschult. "Wir haben den umfassendsten Ansatz für die Mobilität der Zukunft. Von hocheffizienten, umweltfreundlichen Diesel-, Benzin- und Erdgasmotoren bis hin zu klassischen Hybriden, reinen Batteriefahrzeugen und Plug-In-Hybriden ein so breites Spektrum beherrscht kein anderer Autobauer", machte Winterkorn Werbung in eigener Sache.

Für den VW-Chef sind die vier Modelle ein Aufbruchsignal. Trotz der ersten Zeichen der Entspannung auf dem Automarkt sei die Lage weiterhin schwierig. "Das Automobil hat es schwerer als noch vor zehn Jahren", sagte Winterkorn. "Wir haben einen fundamentalen Wertewandel in der Gesellschaft." Individualisierung, Vernetzung, die abnehmende Bedeutung des Autos, steigendes Umweltbewusstsein sind Schlagworte, die immer wieder in Diskussionen und Branchenmeetings zu hören sind. Darauf will der größte europäische Autobauer reagieren, wie Winterkorn sagt. "Wir müssen Mobilität ganzheitlich denken und vorantreiben, von der Energieerzeugung über die Entwicklung, die Produktion, den Handel, den Betrieb des Fahrzeugs bis zur Wiederverwertung. Unser klarer Anspruch ist deshalb auch, führend bei ganzheitlichen, zeitgemäßen Mobilitätskonzepten zu sein." mir
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