Hoverboard Lexus lüftet das Geheimnis der schwebenden Bretter

Mittwoch, 05. August 2015
Wie Marty McFly: Ross McGouran auf dem Hoverboard von Lexus
Wie Marty McFly: Ross McGouran auf dem Hoverboard von Lexus
Foto: Screenshot Youtube
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Marty McFly kann kommen: Nachdem Lexus vor einigen Wochen mit einem Teaserclip die Ankunft seines eigenen Hoverboards ankündigte, präsentiert die Toyota-Tochter jetzt die ganze Geschichte der schwebenden Bretter. In zwei Online-Filmen erklärt die Marke nicht nur den langwierigen Entstehungsprozess - sondern verblüfft vor allem mit Bewegtbildern von der finalen Testphase in Barcelona.
In dem zweiminütigen Clip "It's Here" (Regie: Henry-Alex Rubin), den Lexus auf seiner Youtube-Seite gelauncht hat, ist ein großer Skatepark zu sehen, den die Marke eigens in Barcelona für die abschließenden Tests mit dem Hoverboard "Slide" errichtet hat. Profi-Skateboarder Ross McGouran hatte dabei die Ehre, das knapp über dem Boden schwebende Gefährt - begleitet unter anderem von einer filmenden Drohne - über die anspruchsvolle Strecke zu navigieren. Herausgekommen ist eine großartige Momentaufnahme, die wie aus einer anderen Zeit wirkt. Doch wie der zweite Film in seinen packenden fünf Minuten zeigt: Das Hoverboard funktioniert tatsächlich. "The Story" dokumentiert, wie es innerhalb eines Jahres von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Festkörper und Werkstoffforschung (IFW) und der Firma Evico entwickelt wurde. Beide sind in Dresden beheimatet und spezialisiert auf Magnetschwebetechnik - aber auch für sie war das Hoverboard aufgrund des Anspruchs, das Gewicht eines Menschen zu tragen, eine ganz besondere Herausforderung. Die Technik des Lexus-Geräts beinhaltet zwei sogenannte "Kryostate" - Reservoirs, in denen supraleitendes Material in flüssigem Stickstoff bei -197 Grad Celsius gelagert wird. Anschließend wird das Board auf einer Bahn platziert, die Permanentmagnete enthält. So kommt es komplett ohne Strom aus. Alle Fakten zu dem Projekt hat Lexus auf einer Landingpage zusammengestellt.
"Ich fahre seit 20 Jahren Skateboard, aber ohne die Reibung kam es mir so vor, als müsse ich alles von Grund auf neu lernen - vor allem, was den Stand und die richtige Balance angeht, die nötig waren, um das Hoverboard zu benutzen. Das war eine völlig neue Erfahrung", sagt Hoverboard-Tester McGouran.

Mit dem ambitionierten Projekt wird Lexus nicht nur seine Stamm-Zielgruppen ansprechen, sondern dürfte vor allem weltweite virale Aufmerksamkeit bekommen. Schließlich sind die Hoverboards seit dem Film "Zurück in die Zukunft II" von 1989 ein echtes Kultobjekt. Und zudem passt "Slide" perfekt zur Lexus-Markenbotschaft "Amazing In Motion", die die Innovationskraft des Autobauers transportieren soll - getreu der Aussage von Chef-Ingenier Haruhiko Tanahashi: "There is no such thing as impossible, it's just a matter of figuring out how."

Eine schlechte Nachricht für Marty McFly, den Protagonisten aus "Zurück in die Zukunft", wird es aber doch geben, wenn er denn am 21. Oktober tatsächlich im Jahr 2015 landet: Laut Lexus wird das Hoverboard wohl ein Einzelstück bleiben. tt
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