Hilfsorganisation Action Medeor macht auf die Katastrophen im Südsudan und Jemen aufmerksam

Mittwoch, 30. August 2017
Ohne Unterstützung von Spendern sind Hilfsorganisationen die Hände gebunden
Ohne Unterstützung von Spendern sind Hilfsorganisationen die Hände gebunden
© Action Medeor

Bundestagswahl, Fußball-Bundesliga, Air-Berlin-Pleite: An Gesprächsstoff mangelt es in Deutschland derzeit nicht. Dabei hätten andere Regionen gerade besonders unsere Aufmerksamkeit verdient, wie die Hilfsorganisation Action Medeor und Jung von Matt nun zeigen wollen.
Denn im Jemen am Fuße der arabischen Halbinsel tobt schon seit Monaten eine Cholera-Epidemie mit mehr als 500.000 Erkrankten. Ebenfalls schon seit geraumer Zeit wird der nordöstliche Teil Afrikas von extremer Dürre heimgesucht, besonders der Südsudan ist deshalb von Krankheit und Hunger betroffen.  Die Hilfsorganisation Action Medeor, die sich der Lieferung von Medikamenten in Katastrophengebiete verschrieben hat, fordert die Menschen nun mit einer Social-Media-Kampagne dazu auf, das Leiden nicht länger zu ignorieren. "Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist so groß wie selten zuvor", sagt Bernd Pastors, Vorstandssprecher von Action Medeor. Ohne die Unterstützung von Spendern könne die Hilfsorganisation ihre Arbeit jedoch nicht leisten.

Deswegen soll ein über Facebook und Youtube verbreiteteter Film die Nutzer wachrütteln. In dem 56-Sekünder sieht man zwei Ärzte, die genau wissen, wie sie dem Cholera-Patienten vor ihnen helfen könnten - doch ihnen sind im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden. 
"Für uns ist das ein besonderes Projekt. Das ganze Team steht voll hinter der Sache und möchte für die Arbeit von Action Medeor das Beste erreichen", sagt Holger Diesinger, Senior Copywriter bei Jung von Matt. "Wir hoffen, dass der Aufruf 'Hilf den Helfern' gehört wird und dass wir gemeinsam zur Verbesserung der medizinischen Versorgung von Menschen in Not beitragen können".

Produziert wurde der Spot von der Hamburger Produktionsfirma Rabbicorn und Regisseur Florian Meimberg, mit dem Action Medeor bereits im Jahr 2005 zusammengearbeitet hat. Auch für den Regisseur ist das Projekt eine Herzenssache: "Die medizinische Grundversorgung für Menschen in Not. Ein wahrhaft bedeutsames Thema, das nicht eindringlich genug kommuniziert werden kann. So weit entfernt scheinen die Krisengebiete der Welt, dass nur die wenigsten ein Gefühl dafür haben, was Kriege und Katastrophen für die Betroffenen bedeuten und mit welch vergleichsweise einfachen Mitteln wir helfen könnten." ire
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