Hassen oder lieben? "Wired" fragt, was man von Uber lernen kann

Dienstag, 26. Mai 2015
Viel gehasst, viel geliebt: Taxi-Schreck Uber
Viel gehasst, viel geliebt: Taxi-Schreck Uber
Foto: HORIZONT-Scan
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Uber Richard Branson Clayton M. Christensen


Soll man den Taxischreck Uber lieben oder hassen? Die englische Ausgabe von "Wired" hat mit Hilfe von Richard Branson, Clayton M. Christensen und anderen Unternehmer- und Internetgrößen „41 Lektionen von einem 40-Milliarden-Dollar-Phänomen“ notiert. Wir haben die wichtigsten Thesen in einem 12 Punkte kurzen Speed Summary zusammengefasst.

  1. Disruptive Innovationen sind nach wie vor ein Killer-Business-Modell. Dabei ist nicht die Technologie, sondern das Geschäftsmodell das eigentlich Disruptive. Clayton M. Christensen, Harvard Business School.
  2. Mache erst mal eine Sache richtig gut – und überlege und recherchiere dann in Ruhe, was der nächste wichtige Entwicklungsschritt ist. Facebook startete als soziales Netzwerk unter Kollegen. Später erkannte man, dass der Newsfeed das Netzwerk zu einem Multimilliarden-Dollar-Unternehmen machen könnte. Uber startete als Taxi-Alternative, bevor klar wurde, dass Uber-Nutzer eigentlich keine eigenen Autos mehr brauchen. Josh Elman, Greylock

  3. Unabhängige Mitarbeiter sind die Zukunft. Harry Campbell, The Rideshare Guy

  4. Expandiere schnell, effektiv und effizient. George Berkowski, Ex-Hailo-Manager

  5. Mach dein Produkt zu einer Lebenseinstellung. Früher wurden Verhaltenseinstellungen von Konsumenten durch Werbung verändert, heute durch praktische Erfahrungen: Wer dreimal Uber getestet hat, wird wahrscheinlich nie mehr in ein normales Taxi steigen. Nir Eyal, Autor

  6. Wenn Individuen ihr persönliches Eigentum zur Verfügung stellen, kann die ganze Welt davon profitieren. Carlo Ratti, MIT

  7. Erfolgreiche Produkte entstehen aus der Leidenschaft, das Leben der Menschen zu verbessern. Richard Branson, Entrepreneur

  8. Disruption bringt Ergebnisse, aber du musst auch gemocht werden. Disruption hat oft ein hässliches Gesicht. Doch wenn die Disruption vorbei ist, brauchst du Menschen, die dich mögen. Damit sollte man starten, wenn man auf dem Weg nach oben ist, nicht wenn man oben ist. Russel Davies, Government Digital Service

  9.  Angebot und Nachfrage rechtfertigen nicht alles. Tim Harford, Financial Times

  10. Achte darauf, dass das Design deiner App einfach, konsistent und nutzerfreundlich ist. Harry Pearce, Pentagram

  11. Manchmal zahlt es sich aus, auf Nummer sicher zu gehen. In einem disruptiven Business rufen die attackierten Unternehmen normalerweise Regulierungsbehörden auf den Plan. Uber scheint nach der Devise zu verfahren: "Lass sie ruhig kommen - wir kämpfen." Aber Uber sollte sich viel klarer drüber sein, welche Regeln sie brechen können und welche nicht.  John Fingleton, Berater

  12. Kollaboriere, sei disruptiv, aber sorge auch für Vertrauen. Rachel Botsman, Autorin
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