Harte Werbung Warum man in Australien besser in die Schule geht

Freitag, 31. Januar 2014
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Eines vorneweg: Der Clip ist nichts für zarte Gemüter. In Australien und in den sozialen Netzwerken wird derzeit heftig ein Spot diskutiert, der Schüler davor warnt, ihre Schulpflichten zu vernachlässigen. Warum? Das hängt mit der Geschichte und den darin gezeigten Bildern zusammen.
Blick zurück in die Schulzeit: Sonne und Sommer. Lust aufs Ausbüchsen statt auf englische Grammatik, Literatur oder Mathematikunterricht. Warum nicht ab durch die Mitte mit ein paar Freunden, sich einen launigen Tag am Ufer des Meeres machen? Genau das erzählt dieser Film von Henry Inglis and Aaron McCann, zwei australischen Filmemachern aus Perth in West-Australien.

Es sind so unschuldige Bilder, die da auftauchen. Ein Trip im VW-Bus zum Strand, obwohl eigentlich Schule ist. Zwei Jungs, zwei Mädchen. Lockere Stimmung. Wie das halt so ist, in dem Alter. Frei von Sorgen. Lust aufs Leben und Abenteur. Spaß haben. "Die Welt gehört uns und uns kann keiner was" - das bestimmt das Handeln. Warum auch nachdenken, wenn man durch einen Zaun steigt. Das Wasser dahinter ist klarer als weiter unten. Der Sand schöner. Die Dünen leerer. Der Film zeigt eher Bacardi-Werbung statt den blanken Horror. Doch den gibt es. Brutal. Heftig. Schonungslos. Die Idylle im Kopf wird gnadenlos zerissen von explodierenden Minen, ziemlich viel Blut und herumfliegenden Körperteilen. Ein Attentat? Ein Überfall? Ein Hinterhalt? Nö, es geht schlicht darum, dass die australische Non-Profitorganisation "The Learn for Life Foundation" darauf aufmerksam machen will, dass man besser in die Schule geht, statt einfach mal so am Strand rumzulungern. Man weiß ja schließlich nie, worauf man treten könnte. mir


Update: Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Video um einen schlechten Scherz zweier Filmemacher. Die Stiftung existiert lediglich auf dem Papier und wurde wohl von den Filmemachern genutzt, um Aufmerkamkeit zu erregen.
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