Haribo Jetzt startet Bully Herbig als Testimonial richtig durch

Montag, 09. Februar 2015
Michael Bully Herbig darf jetzt auch alleine für Haribo werben
Michael Bully Herbig darf jetzt auch alleine für Haribo werben
Foto: Haribo
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Weniger aufwändig als bei Haribo wird auch in den großen Königshäusern die Nachfolge nicht geregelt. Nach der PR-Phase und der eigenen Werbekampagne, um den offiziellen Gottschalk-Nachfolger vorzustellen, darf Michael Bully Herbig nun alleine ran. Und im Auftaktspot zeigt er schon, dass sich in der Haribo-Werbung künftig einiges ändern wird: Die Goldbären bekommen mehr Biss.

Wohl kaum jemand dürfte überrascht sein, dass das neue Testimonial deutliche Spuren im Tempo und Storytelling der Haribo-Werbefilme hinterlässt. Schließlich entwickelte sich Gottschalk, trotz gelegentlicher Ausflüge ins Schauspielfach, nie wirklich über seine darstellerischen Möglichkeiten als Moderator und Showmaster hinaus.

In seinem ersten Spot kann Herbig als Colo-Rado-Fan zeigen, dass niemand zwischen ihn und seine Haribos kommen darf. Der von Thjnk kreierte Spot beginnt in einer geselligen Runde, als plötzlich jemand die Frage stellt: "Wo ist eigentlich Ray?"

Hausherr Bully stellt sich ahnungslos, doch in der Rückblende zeigt sich, dass der gute Ray mit Bully unzertrennlich war. Bis zu dem Tag, als Ray bei einem gemeinsamen Jachturlaub das letzte Stück aus der Colo-Rado-Tüte nahm und deshalb vom Boot geschmissen wurde - auf hoher See. Der Verschollene darf zwar in der letzten Einstellung noch einmal auftauchen, doch bis dahin ist die Geschichte so bissig und schwarzhumorig gespielt, wie man sie von Gottschalk nie gesehen hätte. Wohl auch deshalb ist Haribo-Geschäftsführer Felix Theato mit seinem neuen Testimonial höchst zufrieden: "Bullys Humor passt dabei perfekt zum Auftritt und zu den Werten der Marke. Außerdem war er  schon immer ein riesengroßer Haribo-Fan. In Verbindung mit der Tatsache, dass er bislang noch nicht werblich in Erscheinung getreten ist, macht ihn dies authentisch und glaubwürdig als Haribo-Testimonial." Doch Herbigs Einstieg bedeutet längst nicht Gottschalks Ausstieg. Der Fernsehmoderator wird zwar nicht mehr in den TV-Spots zu sehen sein, doch er bleibt dem Unternehmen als Markenbotschafter verbunden. So wird Gottschalk bei einer Jubiläumsreise nach New York die Gewinner im Namen von Haribo vor Ort begrüßen.

Doch selbst wenn Haribo die Verbindungen mit seinem langjährigen Partner vollständig gekappt hätte, wäre die Übergabe-Kampagne, mit der Haribo die Wachablösung seines Testimonials kommunizerte, genau so erschienen. Theato: "Es würde ganz einfach nicht unserem Selbstverständnis entsprechen, eine Partnerschaft – die es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hat – nach nunmehr 25 Jahren kommentarlos zu beenden. Haribo zeichnet sich durch Kontinuität aus und das bezieht sich auch auf die Art und Weise, wie wir mit der Weiterentwicklung unserer Kampagne und ihrer Protagonisten umgehen."
Bully Haribo
Bild: Haribo

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Auch mit dem neuen Mann soll sich die Partnerschaft langfrisitig entwickelt, sagt der Haribo-Geschäftsführer. Dabei denkt Theato schon jetzt über die klassischen Werbeformate hinaus: "Natürlich werden wir dabei den Humor sowie das Talent und Know-How von Michael Bully Herbig – als passioniertem Filmemacher – nutzen." Wie das konkret aussehen könnte, will er zwar noch nicht verraten. Anknüpfungspunkte gäbe es jedoch genug. So betreibt Herbig mittlerweile mit Bullybase.de seine eigene Streamingplattform, auf der er aktuell seine selbstproduziertes Comedyformat "Bullys gute Kinderstube" zeigt. Näher kann man mit einer Serie an dem Markenclaim "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso" eigentlich kaum sein. cam

Mehr zu den Hintergründen der Haribo Marketingstrategie und zu den Konsequenzen des Testimonialwechsels lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe (07/15) am kommenden Donnerstag.

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