Haribo Firmenpatriarch Hans Riegel ist tot

Dienstag, 15. Oktober 2013
Hans Riegel und der berühmte Haribo-Goldbär (Bild: dpa)
Hans Riegel und der berühmte Haribo-Goldbär (Bild: dpa)


Er hat sein Unternehmen so geprägt wie wohl kein anderer deutscher Unternehmer es aktuell von sich behaupten kann: Hans Riegel baute das von seinem Vater gegründete Süßwaren-Unternehmen Haribo zu einer weltweiten Marke auf und prägte über Jahrzehnte das Marketing und die Produktpolitik des Bonner Konzerns. Jetzt ist Riegel nach längerer Krankheit im Alter von 90 Jahren verstorben.
Felix Theato (Bild: Unternehmen)
Felix Theato (Bild: Unternehmen)
Zu der Art der Erkrankung hatte die Haribo-Pressestelle in den vergangenen Monaten nichts verlauten lassen, doch wie die "Bild"-Zeitung im Juni meldete, soll es sich dabei um einen Hirntumor gehandelt haben. Riegel hatte sich nach einem operativen Eingriff für eine langfristige Rehabilitationstherapie aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. In diesem Zusammenhang wurde Marketingleiter Felix Theato im August für den Bereich Marketing, Vertrieb, Export und Public Relations in die Geschäftsführung befördert. Theato, der erst seit April 2012 im Unternehmen ist, nimmt damit eine für die Marke zentrale Funktion war.

An Riegels klaren Vortellungen zur Führung der Marke waren in den Jahren vor Theatos Einstieg schon mehrere Marketingleiter gescheitert. Der Ex-Ferrero-Manager Theato hatte mit dem Firmenpatriarch dagegen keine größeren Probleme und setzte schnell eigene Akzente im Marketing. So hat Haribo mit Thjnk erstmals eine externe Kreativagentur für seine Werbekommunikation verpflichtet. Auch die Rolle von Dauer-Testimonial Thomas Gottschalk wurde weiterentwickelt.

Radikale Brüche in der Markenführung sind auch nach dem Dahinscheiden des Firmenpatriarchen kaum zu erwarten. Im Gespräch mit HORIZONT (31/2013) bekannte sich Theato ausdrücklich zu dem von Riegel kultiviertem Markenverständnis: "Haribo ist keine elitäre Luxusmarke, sondern steht für Produkte, die die Masse der Gesellschaft ansprechen sollen. Daher ist uns die Zugangsgleichheit zur Marke wichtig." cam
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