Halloween-Special So gruselig gut kann Werbung sein

Donnerstag, 31. Oktober 2013
Manchmal lauert das Grauen in einer Pizzaschachtel - wie hier beim "Zombie Pizza Prank"
Manchmal lauert das Grauen in einer Pizzaschachtel - wie hier beim "Zombie Pizza Prank"


Auch wenn Halloween nirgends ein so großes Milliarden-Geschäft ist wie in den USA, ist die Nacht der Geister auch hierzulande für die Süßwaren- und Kostümindustrie ein absoluter Pflichttermin. Doch in kreativer Hinsicht liegt Deutschland leider weit hinter dem Niveau der amerikanischen Werbung zum schaurigen Anlass. Dort nutzen die Werbungtreibenden Halloween jedes Jahr, um mit exzentrischen Auftritten die ausgetretenen Marketingpfade zu verlassen. Die US-Werbeindustrie kann sich dabei nicht nur darauf verlassen, dass Halloween als Familienfest eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung genießt. Darüber hinaus hat die zunehmende Akzeptanz des Horror-Genre in der Bevölkerung dazu geführt, dass gruselige Werbebotschaften nicht die Mehrheit des Publikums verschrecken, sondern von Männern und Frauen gleichermaßen gerne gesehen werden. Hier eine Auswahl der kreativsten Spukgeschichten für Halloween.



Mini USA nutzt den Anlass nicht nur für einer amüsante Parodie des Slasher-Horror-Genres, sondern für eine konkrete Produktbotschaft: In einen Mini Cooper passen nicht nur zwei jugendliche Opfer und zwei wahnsinnige Serienkiller. Im Kofferraum hat auch die Kettensäge Platz.



Totinos zeigt, dass nicht immer eine riesige Investition nötig ist, um seine Marke zwischen Zombies und Nachtgestalten zu platzieren. Als offizieller Sponsor dieses Youtube-Scherzes im Vorfeld von Halloween hatte die Snack-Marke die Lacher der Online-Nutzer und vermutlich auch die Ghoule und Kobolde in der Halloween-Nacht auf seiner Seite.



Sears zeigt, dass schon der Name einer Handelsmarke als Inspiration für einen gelungenen Auftritt genügt. Die amerikanische Handelskette verkauft Batterien unter dem markigen Namen Diehard und so war es nur konsequent einen Film mit einer klaren Botschaft zu drehen: Wer zu Halloween keine zuverlässige Batterie im Auto hat, wird ganz schnell Zombie-Futter.

Ganz neu ist Sears Idee allerdings nicht. Schon 2011 nahm sich der regionale Baumarkt und Werkzeughändler Westlake des Themas an und umwarb Zombies zu Halloween mit einer eigenen Website als potenzielle Zielgruppe.



Papa Murphy scheint genau zu wissen, dass die besten Horrorfilme auf unheimliche Kinder als Monster setzen. Und nie sind kleine Kinder unheimlicher und monströser, wenn sie gerade hungrig sind. Gut, dass die Pizzakette Papa Murphy dafür traditionell zu Halloween mit ihrer Spezialität vorbereitet ist: Einer Kürbis-Pizza.



Clearasil ist wohl der beste Beweis, wie sehr Halloween und das Horror-Genre mittlerweile im Mainstream angekommen ist. In einem eigenen interaktiven Youtube-Video hat die Heldin mit dem größten denkbaren Haut-Problem überhaupt zu kämpfen: Sie ist zum Zombie geworden. Klar, dass die normale Antipickel-Tinktur hier nicht mehr als Gegenmittel genügt.

DiscoverSatanism.com 60" from China on Vimeo.

"Rosemaries Baby" zeigte als Film, dass Horror ausgezeichnet ohne laute Töne auskommen kann. Und diese Werbekampagne zum Remake übersetzt dieses Prinzip perfekt in eine Werbebotschaft. Die freundlichen Menschen, die einen hier dazu auffordern "Satanismus zu entdecken", sind alle äußerst freundlich. Doch wer dann die Website discoversatanism.com besucht, wird von einem zunehmend unheimlicheren Gefühl beschlichen.



Benjamin Moore stellt mit seinem Halloween-Streich ein altes Sprichwort gekonnt auf den Kopf. Normalerweise steht der Ausdruck "Farbe beim Trocknen zusehen" die die personifizierte Langeweile. Doch wenn sich die zu streichende Wand in einem Geisterhaus befindet, kann das mit dem Trocknen gar nicht schnell genug gehen.



Der spanische Film "Las Brujas de Zugarramurdi" zeigt, dass Hexen im Oktober nicht nur in den USA Schwerarbeit zu leisten haben. Die Hexen aus dem Film von Kultregisseur Alex de la Iglesia erschraken die Fans schon vor dem Kinobesuch. Versteckt hinter den Werbeplakaten verpassten sie so manchem harmlosen Spaziergänger in Madrid den Schock seines Lebens. cam
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