Halloween-Kampagne Burger King lädt alle Gruselclowns auf einen Whopper ein

Donnerstag, 26. Oktober 2017
Zu Halloween hat Burger King auch ein Herz für Gruselclowns
Zu Halloween hat Burger King auch ein Herz für Gruselclowns
© Burger King

Bei Gruselclowns gehen Burger King so schnell nicht die Pointen aus. Nachdem sich Burger King Deutschland schon in die Deutschlandpremiere des Films "Es" mit einer Warnung vor Clowns einschaltete, veranstaltet die Kette jetzt weltweit ihre erste Scary Clown Night. Wer am 31. Oktober im Clownskostüm in ausgewählten Restaurants weltweit auftaucht, bekommt einen Whopper geschenkt.

"Wer in diesem Jahr zu Halloween als Clown bei uns vorbeikommt, um wie ein König zu essen, bekommt seinen Whopper gratis!", verspricht Hedi Hartmann, Director Marketing bei der Burger King Deutschland. Dieses Versprechen ist hierzulande allerdings nur bedingt gültig: Denn die Einladung gilt am 31. Oktober nur für das Kölner Burger King Restaurant in der Schildergasse zwischen 15.00 bis 22.00 Uhr und das auch nur für die ersten 500 Clowns. Die Aktion ist damit in allererster Linie nicht auf ihre Massenwirkung angelegt, sondern soll als PR-Coup vor allem medial für Aufmerksamkeit sorgen.

Nicht-kölnische Halloweenfans können sich zumindest an dem atmosphärisch äußerst gelungenen Werbefilm zu Scary Clown Night freuen (Kreation: Lola Mullen Lowe, Madrid). Umgesetzt wurde der Film von Regisseur Rodrigo Cortés, der schon bei Thrillern wie  "Buried" und "Red Lights" sein Gefühl für den richtigen Gruselfaktor bewies.
Die Aktion folgt der Burger-King-Tradition, zu Halloween mit einem Scherz kostenlose PR – meistens auf Kosten von Marktführer McDonald’s – zu erzeugen. Im vergangenen Jahr verkleidete das Unternehmen eines seiner Restaurants als McDonald’s-Filiale und schockierte damit so manchen Fan. Dieses Jahr springt Burger King auf den durch die Neuverfilmung von Stephen Kings Klassiker "Es" ausgelösten Gruselclown-Trend auf. Die Aktion findet in den USA, Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Spanien, Schweden, Südafrika, Japan, Brasilien, Argentinien und Russland statt.

Die Teilnahme von Russland an der Aktion überrascht allerdings. Denn noch vor wenigen Wochen hatte Burger King Russland versucht, die Verbreitung von "Es" in Russland verbieten zu lassen, weil es sich bei der visuellen Neuinterpretation des Horrorclowns Pennywise um ein widerrechtliches Produkt Placement von McDonald’s handele. Offensichtlich ist die russische Länderorganisation mittlerweile allerdings bereit, Gruselclowns sogar in ihren Filialen zu dulden – selbst wenn sie Assoziationen zu McDonald’s-Markenbotschafter Ronald McDonald wecken sollten.

Burger King Deutschland dürfte sich mit dem globalen Marketingstunt wiederum gut identifizieren können. Schließlich hatte die hiesige Landesorganisation das Thema selbst schon für eine von Grabarz & Partner organisierte Aktion genutzt. Ein kausaler Zusammenhang zwischen den beiden Aktionen bestehe nicht, lässt das Unternehmen wissen. Aber im Sinne einer konsistenten Kampagnenführung darf sich Burger King Deutschland durchaus zu den Siegern der Halloween-Saison 2017 zählen.
Am Ende des gruselfilms "It" brachte Burger King das Publikum zum Lachen
Bild: Burger King

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Spannend bleibt die Frage, ob es sich hier um ein einmaliges Event handelt oder die Scary Clown Night zu einem festen Termin im Burger-King-Jahreskalender werden könnte. Derzeit will sich das Unternehmen hier nicht festlegen. "Man muss erst einmal sehen, wie die Resonanz unserer Kunden ausfällt," sagt ein Sprecher. Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob Gruselclowns auch ohne das Kino-Comeback von Pennywise so ein großes Thema werden.

Dem steht entgegen, dass beispielsweise die US-Fastfoodkette Chick-fil-A mit ihrem jährlichen Cow Appreciation Day sich ein bei den Fans äußerst beliebtes Event aufgebaut hat, das zudem die Marke klar von Wettbewerbern mit einem rindfleischlastigen Angebot abgrenzt. Mit einer Scary Clown Night zu Halloween hätte Burger King nicht nur ein Event, das maßgeschneidert für jüngere Zielgruppen ist, sondern auch einen jährlichen Anlass, um daran zu erinnern, wie gruselig Clowns sein können – und damit auch die Fastfoodketten, die mit ihnen werben. cam

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