HORIZONT Vor 9 Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Freitag, 12. Februar 2016
Foto: David Hein

Guten Morgen aus Frankfurt! Bald haben Sie es geschafft. In ein paar Stunden können Sie ins Wochenende gehen. Um auch am letzten Arbeitstag der Woche bestens informiert zu sein, haben wir für Sie wieder die Top-Branchennews in HORIZONT Vor 9 zusammengestellt.

1. Otto-Gruppe fordert Facebook bei Mobile-Ads heraus

Die am Mittwoch von der Otto-Gruppe verkündete strategische Fokussierung auf das Smartphone bleibt nicht ohne Folgen für die Werbetochter: Zur Dmexco 2016 will Otto Group Media sein eigenes Vermarktungsmodell für Mobile Advertising präsentieren. Damit könnte dem aktuell unangefochtenen Marktführer Facebook hierzulande erstmals ein ernsthafter Wettbewerber entstehen. Denn ähnlich wie der Social-Media-Riese kann auch Otto Group Media über die Log-In-Daten der vermarkteten E-Commerce-Sites eine Cross-Device-Reichweitenmessung bieten.

2. Bundesliga plant Neuverteilung der TV-Gelder

Wie die "Bild"-Zeitung (Paid) heute berichtet, wollen die Erst- und Zweitligisten die TV-Gelder umorganisieren. Das Blatt zitiert aus einem 16-seitigen "Geheimplan" namens "Zukünftige strategische Ausrichtung der Bundesliga", wonach drei Konzepte auf dem Tisch liegen sollen: 1) Es gehen auch bei Erhöhung der TV-Einnahmen weiterhin 20 Prozent der Gelder an die Zweitligisten. 2) Die Zweitligisten bekommen trotz erhöhter Einnahmen eine Beteiligung auf heutigem Niveau von 142 Millionen Euro. 3) Die Zweitligisten werden flexibel an den TV-Geldern beteiligt, nie aber mit mehr als 15 Prozent.

3. Facebook erweitert Buchungsoptionen

Facebook geht beim Thema Viewability auf die Kunden zu: Auch Werbungtreibende aus Deutschland können ihre Facebook-Kampagnen künftig so ausspielen, dass eine Anzeige erst dann als gesehen gilt, wenn 100 Prozent der Pixel sichtbar waren. Bislang war das Feature im hiesigen Markt nicht verfügbar. Mit dem neuen Buchungsformat reagiert Facebook eigenen Angaben zufolge auf die Wünsche und Ansprüche der Kunden.

4. Time übernimmt MySpace-Eigentümer Viant

Der Time-Verlag hat die Mehrheitsanteile an der Werbetechnikfirma Viant für einen nicht genannten Betrag gekauft. Der amerikanische Traditionsverlag soll es dabei vor allem auf das Ad-Tech-Netzwerk von Viant mit insgesamt 1,2 Milliarden Usern abgesehen haben. MySpace, der ehemalige Pionier der Online-Netzwerke, ist laut Time weiterhin wichtiger Bestandteil des Werbe-Targetings von Viant. 20 bis 50 Millionen Nutzer sollen sich dort laut "Techcrunch" pro Monat noch herumtreiben.

5. Ex-"Bild"-Chef Dirk Benninghoff über seinen neuen Job bei Fischer-Appelt

Dirk Benninghoff ist der jüngste Fall eines Top-Journalisten, der in die Agenturbranche wechselt - eine Entwicklung, die weiter an Fahrt gewinnen wird, ist der Ex-CvD von bild.de überzeugt. Die Vorstellung, man könne als Journalist im Content Marketing jetzt richtig absahnen, hält er aber für naiv: "Das ist ein Irrglaube." Im Gespräch mit HORIZONT Online spricht Benninghoff über seinen neuen Job bei Fischer-Appelt, den er am 1. Februar angetreten hat, und über den aktuellen Zustand des Online-Journalismus in Deutschland.

6. Geschlecht und Bildung beeinflussen Influencer-Verhalten

Influencer ist nicht gleich Influencer. Einer Studie der Webguerillas zufolge haben zwei soziodemographische Merkmale einen Einfluss auf das Empfehlungsverhalten der User: Geschlecht und Bildung. Der durchschnittliche Influencer sei zudem 35 Jahre alt, männlich und besitzt einen Hochschulabschluss.

7. Instagram zeigt Video-Views an

Instagram zeigt seinen Nutzern künftig auch an, wie häufig ihre Videos angeschaut wurden. Bislang mussten sich die User mit der Anzahl von Likes zufrieden geben. Auf dem Weg zur großen Werbeplattform macht sich die Foto-App somit interessanter für Marken. Diese können nun anhand der Views noch besser verfolgen, wie erfolgreich ein Video war. Als gesehen gilt es laut Tech-Portal "C-net", wenn es mindestens drei Sekunden im News-Feed lief.

8. Das TV-dominierte Wohnzimmer ist am Ende

Bislang gilt der Fernseher als das wichtigste Medium im heimischen Wohnzimmer. Doch die Ära der Flimmerkiste als Fixpunkt in der guten Stube neigt sich dem Ende entgegen. Das legt zumindest eine Studie des Internet Advertising Bureau UK nahe. Zugleich fordert das IAB, angesichts der sinkenden Bedeutung des TV nicht mehr vom Second Screen zu sprechen, sondern vielmehr von "Switch-Screening".
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