Groko ZAW will Union und SPD bei E-Privacy beim Wort nehmen

Donnerstag, 08. Februar 2018
ZAW-Präsident Andreas Schubert
ZAW-Präsident Andreas Schubert
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Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft sieht die Einigung zwischen Union und SPD als Chance für die Werbungtreibenden. Gleichzeitig will der ZAW die künftige Regierung aber an ihrem Handeln messen.

Natürlich melden sich nach so einem Verhandlungsmarathon, an dessen Ende ein 177 Seiten starker Koaltionsvertrag steht, sehr schnell die Verbände zu Wort. Und erfahrungsgemäß fällt die Bewertung unterschiedlich aus. Während beispielsweise der Zentralverband Deutsches Baugewerbe es kritisch sieht, dass nun das Innenministerium auch für das Bauen zuständig ist, kann der ZAW der Einigung zwischen Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag durchaus positive Seiten abgewinnen. "Jetzt besteht die Chance auf eine handlungsfähige Regierung, die eine wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik mit sachgerechten Werbemöglichkeiten voranbringt", sagt ZAW-Präsident Andreas F. Schubert.

Union und SPD hätten sich, so die Lesart des ZAW, angesichts der besonderen Bedeutung der Werbung als Garant für den Bestand der Medien und deren Finanzierung dazu verpflichtet, alle künftigen nationalen und europäischen Gesetzgebungsvorhaben hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Medienangebote durch Werbeverbote immer zu überprüfen - und zwar noch stärker als früher. Soll heißen: Weitere Werberestriktionen sind derzeit scheinbar erstmal nicht in der Planung. Und auch beim zweiten großen Thema in der Branche - der E-Privacy-Verordnung  - scheint die Bundesregierung endlich aktiv werden zu wollen. "Sich für eine E-Privacy-Verordnung einzusetzen, die im 'Einklang mit der EU-Datenschutz Grundverordnung steht' und 'den Spielraum für Innovation und digitale Geschäftsmodelle' erhält", sind Aussagen, bei denen "die Mitglieder des ZAW die Ankündigungen des Koalitionsvertrags beim Wort nehmen wollen", wie es in einem Statement des Verbandes heißt. mir

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