Goldener Zuckerhut Alnatura gewinnt als erste nationale Bio-Handelskette einen Zuckerhut

Freitag, 07. November 2014
Mit Alnatura gewinnt erstmals ein Bio-Händler den Goldenen Zuckerhut
Mit Alnatura gewinnt erstmals ein Bio-Händler den Goldenen Zuckerhut
Foto: Unternehmen

Es ist der Oscar der Konsumgüter-Branche und auch ein Indikator für wichtige Entwicklungen in der Industrie und im Handel. Auch 2014 setzt der der Goldene Zuckerhut mit seinen Preisträgern ein wichtiges Signal: Mit Alnatura erhält erstmals ein reiner Bio-Anbieter die Auszeichnung als nationale Handelskette. Der einstmals unterschätzte Nischenmarkt der Bio-Produkte ist damit endgültig im Mainstream angekommen.
Mit dem Goldenen Zuckerhut 2014 ehrt die "Lebensmittel Zeitung" (dfv Mediengruppe) zum 57. Mal herausragende Unternehmen und Persönlichkeiten der Konsumgüterbranche, die sich nachhaltig um die Gesamtentwicklung der Ernährungswirtschaft verdient gemacht haben. Ausgewählt von einer mit Top-Managern aus Handel und Markenartikelindustrie besetzten Jury, gehen die Preise in diesem Jahr an: Alnatura, die Edeka-Familie Stenger (Aschaffenburg), die Großbäckerei Harry-Brot (Schenefeld) und Claus-Jürgen Kaiser, Präsident des Verwaltungsrates des Dienstleistungsverbundes Markant. Die begründung der Jury lesen Sie hier: Alnatura: "Organic meets lifestyle" - Mit diesem Konzept überzeugt Bio-Spezialist Alnatura nachhaltig: "Mich interessieren meine Kunden und ich tue alles, um ihnen die beste Qualität zu bieten", sagt Unternehmensgründer und Inhaber Götz Rehn. Besonders in den letzten zehn Jahren ist Alnatura in rasantem Tempo vorangestürmt und war dabei auch profitabel. Nicht nur die Zahl eigener Filialen steigt Jahr für Jahr. Auch das Großhandelsgeschäft, die Keimzelle des Unternehmens, entwickelt sich dynamisch. DM und Tegut waren für die Alnatura-Bioprodukte die Kunden der ersten Stunde, längst gehört die Marke auch bei Globus, Hit und Budnikowsky zum Standard-Sortiment. Nächstes Jahr wird Alnatura bei einem Umsatz von weit über 600 Millionen Euro die Eröffnung seiner 100sten Filiale feiern können.

Edeka Stenger: In den letzten fünf Jahren hat Walter Stenger mit seinen Söhnen Matthias und Alexander das Filialnetz in und um Aschaffenburg auf neun Märkte mehr als verdoppelt und den Umsatz von 46 auf 85 Millionen Euro ausgebaut. "Stillstand ist Rückschritt", lautet das Credo der Unterfranken, die zu Edeka Südwest gehören. Bei der Standortsuche wie der nach regionalen Lieferanten - 2000 von insgesamt 25.000 Artikeln stammen aus einem Umkreis von 30 Kilometer - helfen der Familie ihre lokalen Wurzeln, ihre guten Drähte zu örtlichen Politikern und Investoren. Dass Kunden immer wieder auch die kompetenten und freundlichen Mitarbeiter loben, ist das Ergebnis intensiver Personalarbeit. Mit ihrer guten Mannschaft im Rücken wollen sich die Stengers auch in Zukunft vorwärts entwickeln.

Harry-Brot: Als Nummer eins im deutschen Backwarenmarkt steht Harry-Brot aus Schenefeld als Paradebeispiel für ein erfolgreich geführtes Familienunternehmen. Hans-Jochen Holthausen repräsentiert seit 1988 als geschäftsführender Gesellschafter seine bereits 1688 gegründete Firma in der 10. Generation. Heute produziert die Großbäckerei an neun Standorten und beliefert den Lebensmittelhandel mit mehr als 800 Frischdiensttouren täglich. Über 3700 Mitarbeiter erarbeiten im laufenden Jahr rund 920 Millionen Euro Umsatz. Markttrends frühzeitig erkennen und rasch die notwendigen Investitionsentscheidungen treffen, das zeichnet Harry aus. So wurde Pre-Bake zu einem Wachstumsmarkt gemacht. Heute beliefern die Schenefelder mit rund 6700 etwa die Hälfte der im deutschen LEH betriebenen Aufbackstationen - mit einem Leistungsgrad, der dem Kunden und dem Unternehmen selbst eine hohe Wertschöpfung sichert.

Claus-Jürgen Kaiser: Nur wenige Persönlichkeiten können auf eine 50-jährige erfolgreiche Tätigkeit im Lebensmittelhandel zurückschauen. Claus-Jürgen Kaiser kann es. Seit seinem Eintritt 1964 in die Vorläuferorganisation ist der 75-jährige Präsident des Verwaltungsrates der heutigen Markant AG einer der wesentlichen Treiber nicht nur dieser Gruppe, sondern auch des Wettbewerbs im deutschen Handel. Kaiser ist nach wie vor mitten im Thema, auch wenn sich der Dienstleistungsverbund längst mit weit mehr Geschäftsfeldern als Einkauf und Verrechnung befasst. Markant, deren Verrechnungsvolumen derzeit bei gut 35 Milliarden Euro liegt, versammelt einige Top-Adressen des deutschen Lebensmittel-, Drogerie- und Baumarkthandels. Die persönliche Beziehung, die Kaiser zu den Inhabern dieser Familienunternehmen hält, ist ein entscheidender Faktor für den Zusammenhalt der Organisation. hor

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