Götz Werner beim Innovationstag Die drei I des DM-Gründers

Donnerstag, 26. September 2013
Götz Werner bei seinem Vortrag beim Innovationstag (Bild: Serviceplan/Holger Rauner)
Götz Werner bei seinem Vortrag beim Innovationstag (Bild: Serviceplan/Holger Rauner)


Götz Werner ist als Gründer und Aufsichtsrat der Drogeriekette DM eine deutsche Unternehmer-Ikone. Beweisen muss der 69-Jährige zwar niemandem mehr etwas. Sein Wissen gibt er dennoch gerne weiter. Beim Innovationstag tat er dies in einem launigen und kurzweiligen Impulsreferat. "Liebe Kundinnen, liebe Kunden", wandte Werner sich an das Publikum. Ganz so abgehoben wie sie klang, war diese Begrüßungsformel nicht. Als IP-Geschäftsführer und Moderator Matthias Dang zuvor gefragt hatte, wer in den letzten zwei Wochen bei DM eingekauft hat, hoben sich die Hände von gut zwei Dritteln des Auditoriums. Als "Kunde" bezeichnet Werner jedoch nicht zwingend jemanden, der eine seiner Filialen betritt. Jeder, der die Leistung eines anderen Menschen in Anspruch nehme, sei ein Kunde.

Was Werner zum zentralen Thema seines Vortrags führte: "Man kann nur leben von der Leistung anderer Menschen", rief er von der Bühne - dies sei auch für den Unternehmer eine wichtige Erkenntnis. Es gehört jedoch noch mehr dazu. Zur Leitlinie unternehmerischen Handelns erkor Werner drei Begriffe: Imagination (das Große Ganze im Blick haben), Inspiration (Wichtiges von Unwichtigem trennen) und Intuition (das Richtige tun). Nichts anderes tue jeder Mensch bei der Gestaltung seines Lebens - daher sei jeder Mensch ein Unternehmer.

Auch bei seinen Überlegungen zu Werbung stellte Werner den Menschen in den Mittelpunkt. Man müsse sich stets fragen: Welches Menschenbild steht hinter Werbung? Und hier lässt der DM-Gründer kein gutes Haar an der Branche: "Die meiste Werbung ist persuativ. Sie appelliert an etwas, was die Menschen gar nicht wollen." ire
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