GoPro Aktie erholt sich nach Absturz wegen Apple-Patents

Donnerstag, 15. Januar 2015
Einer der Renner von GoPro: Das Modell Hero 3+
Einer der Renner von GoPro: Das Modell Hero 3+
Foto: GoPro
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Apple Gopro Absturz Kodak


Der Aktienkurs des Actionkamera-Anbieters GoPro hat sich nach einem Kurssturz wieder erholt. Auslöser für den Kursrutsch war ein Patent-Antrag von Apple. Das US-Patentamt bewilligte dem kalifornischen Apple-Konzern das Patent für ein Kamerasystem, das wie die Geräte von GoPro bei sportlichen Aktivitäten verwendet werden kann. Das ging aus Unterlagen hervor, die am Dienstag (Ortszeit) von der Behörde veröffentlicht wurden. Der Apple-Antrag beruhte allerdings auf einem Patent von Kodak, das Apple im Rahmen eines größeren Deals im Jahr 2012 gekauft hatte.
Die GoPro-Aktie ging am Dienstag in New York mit einem Minus von mehr als zwölf Prozent aus dem Handel. Am Mittwoch erholte sich die Aktie wieder und stieg nach Handelsbeginn um knapp fünf Prozent an. Als Hintergrund der Erfindung werden in den Dokumenten Schwächen der GoPro-Produkte erwähnt. So hätten die Entwickler einen Weg gefunden, Bildverwacklungen durch die Erschütterungen der Kamera bei den Videoaufnahmen auszugleichen. Obwohl nicht klar ist, was Apple konkret mit dem Patent beabsichtigt, reagierten Anleger schockiert.

Apple 5th Avenue
Bild: Apple

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