Globale Merck-Kampagne Wie der Technologiekonzern die Neugierde wecken will

Dienstag, 09. August 2016
Die Menschen im Spot sind zunächst nichts weiter als Routine-Zombies
Die Menschen im Spot sind zunächst nichts weiter als Routine-Zombies
Foto: Merck
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Merck KGaA Axel Löber Franziska von Lewinski


Vor gut einem Jahr hat Merck seinen neuen Markenauftritt gelauncht. Jetzt folgt die globale Markenkampagne des Darmstädter Wissenschafts- und Technologiekonzerns. Sie hat das Leitthema "Curiosity". Die Kreation kommt von Fork Unstable Media.
Ohne Neugierde keine Innovationen. Ohne Innovationen kein Wachstum und keine Veränderung. Genau diesem Thema nimmt sich Merck seit heute an. Der Darmstädter Wissenschafts- und Technologiekonzern launcht eine globale Markenkampagne. Und die ist aus vielfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen konzentriert sich das Traditionsunternehmen mit Neugierde im Sinne von Forscherdrang auf ein Dachthema, das für den wirtschaftlichen Erfolg in den Geschäftsfeldern Healthcare, Life Science und Performance Materials entscheidend ist. Zum anderen soll die Kampagne gezielt Multiplikatoren ansprechen und weniger die breite Masse. Und zum Dritten setzt Merck komplett auf die digitalen Medien.
Im Zentrum des Ganzen steht eine Plattform für interaktiven Wissensaustausch. Auf dem zentralen Content-Hub gibt es unter anderem Beiträge von Key-Influcencern, Impulse sowie einen Selbsttest, um seine eigene Neugierde zu überprüfen. Besucher sollen so animiert werden, ihr Wissen zu teilen, zu diskutieren und neue Gedankenspiele zu wagen. Beworben wird die Plattform unter anderem über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Linkedin, Xing und Twitter - auch das ist für ein Unternehmen wie Merck ziemlich ungewöhnlich. Hinzu kommt Bewegtbild, das unter anderem auf Youtube und der Landingpage zu sehen ist. Der Film "Bahnbrechendes beginnt mit Neugier" zeigt, wie Menschen sich betriebsblind im Kreis drehen. Und was passiert, wenn man Routine-Zombies Raum für Entdeckungen und Forscherdrang gibt. Verbindendes Element bei allen Maßnahmen ist der Hashtag #catchcurious.

Entwickelt hat die Kampagne Fork Unstable Media. Die Digital-Unit der Agenturgruppe Fischer Appelt hatte sich in einem Pitch gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. "Ausschlaggebend für die Entscheidung war vor allem das Zusammenspiel von digitalem Content mit dem Gespür für interaktive User Experience", begründet Axel Löber, Head of Branding & Strategic Projects bei Merck, die Vergabe.
Auf der Microsite können die Nutzer einen Neugier-Selbstest durchführen
Auf der Microsite können die Nutzer einen Neugier-Selbstest durchführen (Bild: Merck)
Fork hatte in der Vergangenheit hatte schon einzelne Merck-Projekte betreut. Was die Kreativen jetzt erreichen wollen, beschreibt Franziska von Lewinski so: "Unser Ziel ist es, durch die enge und interaktiven Einbindung von Multiplikatoren in die Kampagne Neugier im Namen von Merck zu verbreiten und jeden mit #catchcurious anzustecken", sagt der Vorstand der Fischer Appelt und CEO von Fork Unstable Media. Ob das gelingt, werden die nächsten Wochen zeigen. Die Plattform startet zunächst in Europa und China. Im Herbst werden weitere asiatische Märkte folgen. mir

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