GfK-Übernahmeschlacht KKR macht das Rennen

Samstag, 11. Februar 2017
KKR kann künftig bei der GfK mitreden
KKR kann künftig bei der GfK mitreden
© GfK

Am Samstagmorgen bestätigt die mit KKR in Verbindung stehende Acceleratio Capital NV die Übernahme von mindestens 18,54 Prozent der Aktien der GfK SE. Damit sind die Angebotsbedingungen eingetreten und KKR kann gemeinsam mit dem GfK Verein 75 Prozent der Aktien auf sich vereinigen. 
Freitag mittag waren erst 14,5 Prozent eingesammelt worden. Bis zum Ende der Frist um Mitternacht haben sich offensichtlich weitere vier Prozent der Aktien bei der mit KKR in Verbindung stehenden Acceleratio Capital NV eingefunden.  Neue Investoren haben die geplante Teilübernahme des Marktforschers GfK zu einer Zitterpartie gemacht. Der Unternehmer Michael Dell hatte in mehreren Tranchen und über mehrere Fonds hinweg 10,07 Prozent der Anteile zusammengekauft. Neben Dell hat auch der britische Fonds PrimeStone Capital in den vergangenen Tagen 5 Prozent der Aktien gekauft.

Doch der Deal ist gelungen. Der Investor KKR hat nun gemeinsam mit dem Haupteigner GfK Verein mindestens 75 Prozent der Aktien in Besitz. Der gemeinsam geschlossene Vertrag, dessen Einzelheiten nicht bekannt sind, kann also in Kraft treten und KKR wird künftig über die Ausrichtung der GfK mitreden. Für die Aktionäre die bislang das Angebot nicht angenommen haben, besteht nun noch eine Nachfrist von zwei Wochen in der noch Aktien dem Investor zu den angebotenen Bedingungen angedient werden können. Der Vertrag steht lediglich unter Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigaben der Europäischen Kommission und der Ukraine. 
 
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