GfK-Studie Konsumpotenzial der Deutschen nimmt 2014 weiter zu

Mittwoch, 12. Februar 2014
GfK-Chef Matthias Hartmann
GfK-Chef Matthias Hartmann


Für das laufende Jahr prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg (GfK) einen Anstieg der Konsumausgaben in privaten Haushalten in Deutschland von real 1,5 Prozent. Dies gab Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der GfK, heute auf einer Pressekonferenz in Nürnberg bekannt. Aus Sicht der deutschen Verbraucher scheinen die Folgen der Finanzkrise also überwunden zu sein. Auch die Konjunktur werde sich im Laufe des Jahres weiter positiv entwickeln.
Die Gründe für das positive Konsumklima sind vielfältig. Der wirtschaftliche Aufschwung verspricht eine anhaltend positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Erwartungen, dass sich dies auch auf die Löhne niederschlägt, sind bei Verbrauchern entsprechend hoch. So erreicht der GfK-Indikator für die Einkommenserwartung im Januar seit 13 Jahren einen Höchstwert. Auch der Indikator für Anschaffungsneigung lag vergangenen Monat auf dem höchsten Wert seit sieben Jahren.

Hinzu kommt die abnehmende Sparneigung der Deutschen. Diese hat durch ein Verharren der Guthaben- und Darlehnszinsen auf sehr niedrigem Niveau einen historischen Tiefstand erreicht.

Neben der Tourismusbranche und dem Immobilienmarkt profitiert vor allem der Lebensmittelhandel von der positiven Konsumstimmung. Bereits im vergangenen Jahr steigerten der Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte ihre Umsätze um 2,7 Prozent. Auch für 2014 prognostiziert die GfK eine Umsatzsteigerung um 2,3 Prozent. Wenig profitierte hingegen der Nonfood-Handel, der 2013 lediglich um 0,2 Prozent stieg. Im laufenden Jahr wird dieser seine Umsätze vermutlich um 0,6 Prozent steigern. hor
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