Gerichtsurteil Warsteiner darf Bier nicht als "vitalisierend" bewerben

Mittwoch, 18. Juni 2014
Ein Warsteiner-Motiv aus dem Jahre 2012
Ein Warsteiner-Motiv aus dem Jahre 2012


Lange warb Warsteiner für sein alkoholfreies Bier mit dem Zusatz "vitalisierend". Das klang nicht nur gut, sondern passte auch hervorragend zu Testimonial Vitali Klitschko. Doch einwandfrei war das wohl nicht: Das Oberlandesgericht Hamm hat Warsteiner die von einem Münchner Verein beanstandete Werbung untersagt. Begründung: Die Brauerei habe dem Begriff "vitalisierend" keine spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt und damit einen Verstoß gegen die Europäische Health Claim Verordnung begangen. Denn für den Verbraucher entstehe der Eindruck, dass das Produkt eine Verbesserung seines Gesundheitszustandes bewirke. Mit Urteil kassierte das Hammer Gericht eine erstintanzliche Entscheidung des Landgerichts Arnsberg. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, Revision ist zugelassen.

Ob Warsteiner diese Option ziehen wird, ist noch nicht klar. Zumal die Werbemaßnahmen, um die es in dem Verfahren ging, bereits nicht mehr im Einsatz waren: "Wir haben bereits vor dem Rechtsstreit die Werbung umgestellt, weil das Ende des Werbevertrages mit Vitali Klitschko absehbar war. Damit war ja dann auch der Gag des Wortspiels weg", so eine Sprecherin der Brauerei laut dpa. Man habe das Verfahren dennoch durchgezogen, weil es um die für die gesamte Lebensmittel-Branche interessante Frage ginge, womit man werben dürfe und womit nicht. ire
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