Gehalt Wer in der digitalen Wirtschaft am meisten verdient

Mittwoch, 06. Juli 2016
BVDW und Kienbaum haben die Jobs in der digitalen Wirtschaft unter die Lupe genommen
BVDW und Kienbaum haben die Jobs in der digitalen Wirtschaft unter die Lupe genommen
Foto: BVDW

Jeder achte Befragte der Studie "Arbeiten in der digitalen Wirtschaft 2016" ist als Online Marketing Manager tätig. Das liegt sicherlich an der generischen Berufsbezeichnung, die je nach Unternehmensgröße, Branche und Arbeitgeberprofil mit verschiedenen Inhalten gefüllt ist. Vielleicht erklärt das auch, warum sie so schlecht verdienen.

Durchschnittliche Jahresgehälter in der digitalen Wirtschaft

Quelle: (BVDW)
In kleineren Unternehmen gehören mehrere Aufgabenbereiche zur Tätigkeit der Online Marketing Manager, die sich im Zuge der Digitalisierung oftmals aus klassischen Berufsprofilen wie Kundenbetreuer, Projektmanager und Marketing Manager entwickelt haben. Diese Tatsache erklärt wohl auch, warum Senior-Spezialisten in diesem Beruf mit am schlechtesten unter allen Jobprofilen bezahlt werden: durchschnittlich 54.000 Euro brutto verdienen die Online Marketing Manager unter den 1200 vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Managementberatungsfirma Kienbaum befragten Mitarbeitern der digitalen Wirtschaft. Damit liegen sie allerdings noch vor Affiliate Marketing Managern, die mit nur 44.000 Euro pro Jahr am wenigsten verdienen, Digital Designern, die mit 48.000 Euro nach Hause gehen, Digital Media Plannern (49.000 Euro) und Direkt Marketing managern (50.000 Euro).

Gehalt Lohn Euro
Bild: Colourbox

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Das meiste Geld fließt jährlich auf die Konten von Innovationsmanagern, die sich über ein durchschnittliches Brutto-Jahresgehalt von 100.000 Euro freuen können, gefolgt von Business Development Managern sowie Digital Sales, Account und Key Account Managern mit jeweils 80.000 Euro, Mobile Web Developern (76.000 Euro) und Business-Analysts (73.000 Euro). 

Wie viel Mitarbeiter in der digitalen Wirtschaft verdienen, hängt auch von der Region ab, in der sie tätig sind. Laut der BVDW-Studie sind die Bezüge im Norden Deutschlands um sieben Prozent höher als im bundesweiten Durchschnitt. Im Süden liegen die Gehälter ein Prozent darüber, im Westen drei Prozent darunter. Einzig im Osten der Bundesrepublik weicht die Bezahlung klar ab: Die Arbeitgeber zahlen hier 24 Prozent unter dem Durchschnitt.

Insgesamt können sich die Digital-Spezialsiten aber über höhere Gehaltssteigerungen freuen als andere Berufszweige: Zu Beginn des Berufslebens gibt es für das dickste Plus mit jährlich 6,5 Prozent. Bei zunehmender Seniorität dampfen die Arbeitgeber das Plus allerdings ein und zahlen Mitarbeitern, die die 40 überschritten haben, nur noch Gehaltserhöhungen von 2,8 Prozent. Das gelte allerdings auch für andere Branchen, betonen die Studien-Autoren. ems
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