Gehaltsstudie Marketiers in der Pharmabranche verdienen am meisten

Donnerstag, 11. Februar 2016
Marketiers legen 2016 beim Gehalt zu
Marketiers legen 2016 beim Gehalt zu
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Wer als Marketier ein Top-Gehalt anpeilt, muss sich in der Pharmabranche nach einem Job umsehen. Dort gibt es 68.522 Euro Bruttojahresgehalt (inklusive variabler Anteile) zu holen, gefolgt von den Kollegen bei Chemiekonzernen (65.376 Euro) und der Automotive-Branche (64.781 Euro).
Das Schlusslicht unter den 10-Top-Branchen für Marketing-Fach- und -Führungskräfte sind die Banken, die für die Spezialisten durchschnittlich "nur" 58.855 Euro brutto pro Jahr ausgeben. Ein kleines Trostpflaster mag sein, dass die Fach- und Führungskräfte im Arbeitsgebiet Marketing zwar weniger als IT-Cracks verdienen, ihre Bezüge aber in allen Branchen im Schnitt gestiegen sind. Das ist das Ergebnis des Gehaltsreports 2016, für den Stepstone rund 50.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt  hat. Verlierer sind dabei die Frauen: Während Marketing-Männer in diesem Jahr 4 Prozent mehr verdienen, ist das Durchschnittsgehalt ihrer Kolleginnen um 2,5 Prozent gesunken – wahrscheinlich unter anderem, weil sich Personalverantwortung 2016 stärker auf die Höhe des Gehalts auswirkt (14 Prozent) als im vergangenen Jahr. Da die Zahl der weiblichen Führungskräfte aber noch immer langsam steigt, wirkt sich dieser Faktor natürlich auf das geschlechtsspezifische Durchschnittsgehalt aus. Dieses Phänomen ist übrigens auch beim Berufsfeld IT zu beobachten.
Die Gehaltsunterschiede in Marketingjobs nach Aufgabenfeld, Ausbildung und Berufserfahrung
Die Gehaltsunterschiede in Marketingjobs nach Aufgabenfeld, Ausbildung und Berufserfahrung (Bild: Stepstone)
Insgesamt können die Marketingprofis im Laufe ihrer Karriere finanziell aber deutlich zulegen: Nach sechs bis zehn Jahren steigt ihr Gehalt um 44 Prozent. Am besten verdienen dabei Marktforscher. Sie liegen bereits beim Einstiegsgehalt nach Marketingmanagern und CRM- Spezialisten auf Platz 3. Nach sechs bis zehn Jahren steigen sie mit durchschnittlich 62.115 Euro brutto pro Jahr zu den Top-Verdienern im Marketing auf.

In den Marketingabteilungen werden Assistenten am schlechtesten bezahlt. Sie können selbst nach etlichen Berufsjahren nur von den Bezügen ihrer obengenannten Kollegen träumen und müssen sich mit 43.000 Euro brutto zufrieden geben. Gleiches gilt für redaktionelle Mitarbeiter im Marketing und Eventmanager. Auch sie nehmen selbst mit zehnjähriger Berufserfahrung nur 47.500 beziehungsweise 55.607 Euro brutto mit nach Hause – und das auch nur, wenn sie einen Studienabschluss vorweisen können.

Entscheidend für die Höhe des Gehalts ist auch die Größe des Arbeitgebers: Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern zahlen den Marketing-Profis im Schnitt ein Bruttojahresgehalt von 46.418 Euro. Firmen mit 501 bis 1000 Beschäftigten lassen sich die Fachluete durchschnittlich 50.504 Euro brutto pro Jahr kosten und Großunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern 55.006 Euro. Bei den Bundesländern hat Rheinland-Pfalz die Nase vor: Dort werden Marketiers mit 53.411 Euro im Schnitt am besten bezahlt - über alle Berufsgruppen hinweg gibt es dagegen in Hessen am meisten Geld für Fach- und Führungskräfte. ems
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