Games Marketing Wie gelungenes In-Game-Advertising im Jahr 2016 aussehen kann

Donnerstag, 11. August 2016
Ein gesponserter Flieger rast über Werbeflächen diverser Marken
Ein gesponserter Flieger rast über Werbeflächen diverser Marken
Foto: Wingracers

Etwa zehn Jahre ist es her, dass die Werbebranche mit In-Game-Advertising ein neues Lieblingsthema entdeckte. Dem Kanal wurden über Jahre hinweg große Zuwächse prognostiziert - doch richtig fliegen lernte das Thema nicht. Das könnte sich dank des Mobile-Booms, entsprechender Spiele-Apps und neuer Technologien nun ändern: Drei Beispiele, wie gelungenes Marketing in Games im Jahr 2016 aussehen kann.

1. Branded Games

Die Telekom ist der Absender von Sea Hero Quest
Die Telekom ist der Absender von Sea Hero Quest (Bild: Deutsche Telekom)
Branded Games als Unterkategorie von Branded Entertainment werden immer beliebter, um bestimmte, sonst schwer zu erreichende Zielgruppen anzusprechen. "Das eigene Branded Mobile Game ist und bleibt weiterhin die Königsdisziplin", sagt Yannick Weidmann, Group Manager Client Service bei PHD Germany. Allerdings verschwänden diese meist aufwendig produzierten Spiele häufig in der Versenkung, da die Distribution oft sehr schwierig und kostspielig ist. Erfolgreiche Beispiele sind jedoch Minions Rush oder die Angry Birds Star Wars Edition. Und auch die Deutsche Telekom kann von guten Zahlen berichten: Mit ihrem Spiel Sea Hero Quest unterstützt sie die Demenzforschung - und tritt dabei zwar als Absender auf, findet im Spiel aber nicht als Werbungtreibender statt. Die positive Berichterstattung zahlt trotzdem auf die Marke ein.

2. In-Game-Sponsoring

Ein gesponserter Flieger rast über Werbeflächen diverser Marken
Ein gesponserter Flieger rast über Werbeflächen diverser Marken (Bild: Wingracers)
Einen neuen Ansatz verfolgt Spieleentwickler Wingracers mit seinem "Red Bull Air Race The Game". Angelehnt an die reale Rennserie des Energy-Drink-Herstellers steuern die User Leichtflugzeuge unter der Flagge eines Sponsors, der zu Spielbeginn ausgewählt wird. Marken stehen zudem weitere Sponsoring-Möglichkeiten im Spiel zur Verfügung. Die Kampagnen sind dynamisch, dank Echtzeit-Einspielung auf Basis eines eigenen Adservers können im Spiel präsente Marken regelmäßig aktualisiert werden. "Unser Werbekonzept kombiniert die Emotionalität des Sport-Sponsorings mit der Reichweitenstärke und Messbarkeit des Online-Marketings", so Oliver von Quadt, International Sales Director bei Wingracers. Das Interesse sei groß, obwohl das Spiel noch in der Beta-Phase steckt: Darunter sind Audi Sport, Nvidia und Red Bull.

3. Incentivierte Werbung

Für Air Berlin kreierte Gameloft ein Spiel im eigentlichen Mobile Game
Für Air Berlin kreierte Gameloft ein Spiel im eigentlichen Mobile Game (Bild: Gameloft)
Klassische Banner und Interstitials motivieren in Mobile Games nur selten zur Interaktion - deswegen werden immer häufiger Incentives eingebaut. Klickt der Spieler auf die Werbemittel oder, noch innovativer, spielt ein eigens um eine Marke herum aufgebautes Mini-Spiel, erhält er In-Game-Währungen wie Goldmünzen oder Edelsteinen. Vorteil dieser integrierten Werbeformen: "Der Spieler widmet dem Mini-Spiel mehr Aufmerksamkeit als einzelnen Werbespots", sagt Maximilian Schenk, Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Ein Beispiel lieferte Vermarkter Gameloft Advertising Solutions, der für die Kampagne von Air Berlin und Visit Helsinki ein eigenes Mini-Spiel kreierte und in verschiedenen Spielen seines Portfolios platzierte. fam 

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