Fußball-Studie 30 Millionen Fans und eine heterogene Mediennutzung

Donnerstag, 13. August 2015
Aus welchen Typen setzen sich Fußballfans zusammen? Carat und Advant Planning haben es untersucht
Aus welchen Typen setzen sich Fußballfans zusammen? Carat und Advant Planning haben es untersucht
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Fußball-Freunde lassen sich unterscheiden. So gibt es den manischen Fan, den Leidenschaftlichen, den Affinen und den Sympathisanten. Das hatte Advant Planning bereits 2012 in einer Typologisierung unterschiedlicher Fangruppen herausgefunden. Bei der Neuauflage in diesem Jahr kombiniert die Strategieberatung diese Ergebnisse mit der "Consumer Connection Study" der Medienagentur Carat. Damit schaffen die beiden Partner ein neues Tool für die Kommunikationsplanung.
Warum das wichtig ist? Vor allem in der Nutzung digitaler und mobiler Geräte und Services bestehen bei den fast 30 Millionen Bundesliga-Fans erhebliche Unterschiede. Während beispielsweise die "manischen" Fans - das sind besonders starke Anhänger eines Vereins - überproportional aktiv digitale Medien nutzen und sich dort auch als Autoren und Kommentatoren betätigen, sind die affinen und symphatisierenden Fans hier deutlich zurückhaltender.
So verteilen sich die unterschiedlichen Fangruppen
So verteilen sich die unterschiedlichen Fangruppen (Bild: Carat / Advant Planning)
Die Studie liefert weitere bemerkenswerte Ergebnisse. Wollen die Unternehmen beispielsweise 20- bis 49-Jährige erreichen, sei eine Mischung aus Bandenwerbung, TV-Spots und TV-Presentings am sinnvollsten. Die Konsumenten zwischen 18 und 24 Jahren wollen dagegen anders angesprochen werden. Hier verspricht die Konzentration auf Bandenwerbung und Social-Media den höchsten Erfolg. Wer seine Reichweite in den Sozialen Netzwerken maximieren will, setzt dabei am besten auf Facebook und Youtube.
Manische Fans lassen sich der Untersuchung zufolge besonders gut in sozialen Netzwerken erreichen
Manische Fans lassen sich der Untersuchung zufolge besonders gut in sozialen Netzwerken erreichen (Bild: Carat / Advant Planning)
"Ziel der gemeinsamen Studie ist es, das Zusammenspiel von Media- und Sponsoring-Maßnahmen besser zu verstehen und berechenbarer zu machen", so Jens Erichsen, Geschäftsführer von Carat Deutschland. Hendrik Fischer, Geschäftsführer von Advant Planning, ergänzt: "Der Erfolg von Sponsoring misst sich daran, ob man die Fans erreicht. Da wir jetzt das Mediennutzungsverhalten unserer verschiedenen Fantypen kennen, können Sponsoren und werbetreibende Unternehmen die Anhänger der Bundesliga-Vereine nun exakt an realen, medialen und digitalen Touchpoints ansteuern."

Die Studie stützt sich auf zwei computergesteuerte Onlinebefragungen. Insgesamt beteiligten sich über 9000 Menschen an der Untersuchung. hor
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