Fußball-Bundesliga Einnahmen durch Trikotsponsoring steigen deutlich

Montag, 22. August 2016
Bayer Leverkusen hat mit Barmenia einen neuen Trikotsponsor
Bayer Leverkusen hat mit Barmenia einen neuen Trikotsponsor
Foto: obs/Barmenia Versicherungen/KADLEC KSmedianet

Wenn am Freitag auch die erste Fußball-Bundesliga in ihre neue Saison startet, laufen einige Vereine mit neuen Trikotsponsoren auf. Neue und bestehende Verträge tragen dazu bei, dass die 18 Erstliga-Clubs mehr Geld von ihren Trikotsponsoren bekommen als in der Vorsaison. Das hat das Sportmarktforschungsunternehmen Nielsen Sports (ehemals Repucom) ermittelt.
Insgesamt nehmen die Teams der ersten Bundesliga in der Saison 2016/17 über 182 Millionen Euro durch Trikotsponsoring ein. Das bedeutet im Vergleich zur Vorsaison eine Steigerung von 14 Millionen Euro beziehungsweise rund 8 Prozent. Die Clubs der höchsten deutschen Spielklasse bekommen in dieser Saison von ihren Hauptsponsoren damit im Schnitt zehn Millionen Euro. In der 2. Fußball-Bundesliga werden deutlich kleine Brötchen gebacken: Dort bekommen die Clubs insgesamt lediglich 23 Millionen Euro, im Schnitt sind es eine Million Euro pro Club. Die Steigerung in der ersten Liga kommt zum einen durch neue Deals wie bei Bayer Leverkusen (Barmenia Versicherung) und Eintracht Frankfurt (Krombacher) zustande. Allerdings dürfte auch der Aufstieg von RB Leipzig mit Hauptsponsor Red Bull einiges zu dem Aufschwung beitragen. Denn mit dem VfB Stuttgart (Hauptsponsor: Mercedes-Benz Bank) und Hannover 96 (Heinz von Heiden) mussten zwei Clubs die Liga verlassen, deren Trikotsponsoren Schätzungen zufolge 5 bzw. 4 Millionen pro Jahr bezahlt haben.
Die Entwicklung der Einnahmen durch Trikotsponsoring in der Fußball-Bundesliga
Die Entwicklung der Einnahmen durch Trikotsponsoring in der Fußball-Bundesliga (Bild: Nielsen Sports )
Neben Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt läuft auch der FC Freiburg (Schwarzwaldmilch) mit einem neuen Hauptsponsor auf, in der 2. Bundesliga haben sogar sieben Clubs einen neuen Sponsor. Besonders Versicherungsunternehmen engagieren sich neurdings sehr stark im Trikotsponsoring. Sie erhöhten ihren Anteil am Gesamtvolumen laut Nielsen Sports von zwei auf sieben Prozent (insgesamt circa 14 Millionen Euro). Neben der Barmenia beim Werksclub aus Leverkusen stiegen in der 2. Bundesliga die Nürnberger Versicherung beim 1. FC Nürnberg und die Bayerische beim TSV 1860 München ein. Dazu kommen die bereits bestehenden Partnerschaften zwischen dem FC Augsburg und den WWK Versicherungen sowie der Spielvereinigung Greuther Fürth und der Ergo Versicherung.

"Die Bundesliga insgesamt und speziell die Trikots der Clubs sind eine unverändert attraktive Plattform für Sponsoren. Das zahlt sich für die werbenden Marken insbesondere durch den hohen Werbewert aus, der durch die Vielzahl der Kontakte und umfassende Medienpräsenz – nicht nur im TV, sondern auch in Print- und Onlinemedien sowie sozialen Netzwerken – generiert wird", sagt Stephan Schröder, Geschäftsführer von Nielsen Sports. "Ein Indiz für die Attraktivität ist die frühzeitige Vergabe der vakanten Trikots durch die Clubs und Vermarkter. Zum Auftakt der Vorsaison sind noch zwei Vereine ohne Sponsor aufgelaufen."
Christian Seifert
Bild: Alexander Hassenstein / Getty Images

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Auch künftig sei im Trikotsponsoring eine Steigerung zu erwartenso, Schröder: "Als Hauptsponsor hat man eine exponierte Stellung, auch im Vergleich zu anderen Clubsponsoren. Diese Exklusivität kann sich selbst auf Marken ohne große zusätzliche Aktivierung eines Sponsorings positiv auswirken. Daneben erzielt man als Hauptsponsor durch den Trikotverkauf viele Kontakte aufseiten der Fans und kann so von der hohen Emotionalität einer solchen Partnerschaft profitieren." ire
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