Fundstück der Woche Edeka und der Kiffer-Spot

Freitag, 08. November 2013
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Ok, wirklich neu ist dieser Kino-Spot von Edeka nicht. Ehrlich gesagt lief er bereits ab Mai dieses Jahres. Doch im Netz wird das Commercial derzeit wieder fleißig geteilt, nicht zuletzt durch ein Posting bei Schlecky Silberstein (ehemals "Spiegel Offline"). Zuvor sind sowohl der Spot als auch die dahinterstehende Media-Strategie weitgehend unbemerkt geblieben. Grund genug, beides noch einmal vorzustellen. Die viel beschworene Targeting-Regel unserer Tage lautet: Die Zielgruppe mit relevantem Content dort erreichen, wo sie ist. Was im Big-Data-Zeitalter vor allem im Internet seine Anwendung findet, hat Edeka nun in einem ganz anderen Raum umgesetzt: Der Einzelhändler schaltete im Vorprogramm von "Hangover 3" einen Spot, der das Thema Rausch auf ähnlich sympathische Weise abhandelt wie der Hollywood-Blockbuster.

Über den bubenhaften und klischeebeladenen Humor kann man natürlich geteilter Meinung sein - dass der Spot seine Wirkung nicht verfehlt angesichts eines Publikums, das sich in den kommenden anderthalb Stunden in erster Linie über einen monströsen, drogeninduzierten Filmriss amüsieren will, ist allerdings sehr gut denkbar. Dem Unternehmen gelingt es dadurch, im Kopf zu bleiben durch die Verbindung zu einem Film, in dem es um den ultimativen Gedächtnisverlust geht.

Die Werbemaßnahmen von Edeka verantwortet seit Mitte 2012 Jung von Matt, das den Kunden damals vom langjährigen Etathalter Grabarz & Partner übernahm. Die wesentliche Kampagnen-Botschaft "Wir lieben Lebensmittel" blieb auch danach unangetastet. ire
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