Freispruch US-Gericht erklärt Toyota für unschuldig

Freitag, 11. Oktober 2013
Toyota siegt vor Gericht
Toyota siegt vor Gericht


Aufatmen bei Toyota. Ein Gericht in Kalifornien hat den Autobauer vom Vorwurf freigesprochen, technische Mängel seien Schuld am Tod einer 66-jährigen Autofahrerin im Jahr 2009. Der Prozess hatte Pilotcharakter. Nach wie vor sind in den USA weitere Klagen im Zusammenhang mit unerwünschter Beschleunigung von Toyota-Modellen anhängig. Ehemann und Sohn der tödlich verunglückten Frau hatten vor Gericht argumentiert, der Toyota Camry habe nach einem Aufprall mit einem anderen Fahrzeug unkontrolliert beschleunigt und sei nicht ausreichend gegen versagende Bremsen ausgerüstet gewesen.

Das Gericht wies die Klage zurück. Der Unfall war allerdings kein Einzelfall. Zwischen 2009 und 2011 hatte der japanische Hersteller mehr als zehn Millionen Autos wegen mutmaßlich klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten in die Werkstätten zurückrufen müssen. Nach Angaben des Unternehmens sind seit 2009 rund 200 Sammelklagen und mehr als 500 Einzelklagen eingereicht worden. Durch die größte Rückrufaktion in der Geschichte des Unternehmens musste Toyota die Weltmarktführerschaft zeitweise an General Motors abgeben. Intern führten die Ereignisse zu massiven Umstrukturierungen im Qualitätsmanagement und in den Produktionsabläufen. Heute steht Toyota wieder an der Spitze der Autobranche. Nach dem Interbrand-Ranking "Best Global Brands" ist die Marke derzeit 35,4 Milliarden US-Dollar schwer. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17 Prozent. Toyota ist die einzige Automarke, die den Sprung unter die Top 10 der wertvollsten Marken der Welt geschafft hat. mir
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