Freeletics Wieso das Fitness-Start-up in der Werbung auf Models und Schauspieler verzichtet

Freitag, 21. Juli 2017
Freeletics verzichtet in der Werbung auf externe Hilfe - und setzt auf eigene Nutzer
Freeletics verzichtet in der Werbung auf externe Hilfe - und setzt auf eigene Nutzer
© Freeletics
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Überground Daniel Sobhani Michael Hubl


Im vergangenen Jahr machte das Fitness-Start-up Freeletics mit einem puristischen TV-Spot auf sich aufmerksam - so sehr, dass sich BMW für den Präsentationsfilm eines Konzeptautos von den von Überground produzierten Bildern inspirieren ließ. Inzwischen hat der Fitness-Pionier jedoch seine Strategie verändert und wirbt in seinen Online-Filmen nur noch mit eigenen Nutzern. Was hinter diesem Plan steckt.
Die spektakuläre Inszenierung von Models und Schauspielern ist in der Fitness-Branche wahrlich gang und gäbe. Auch der Überground-Film für Freeletics aus dem Januar 2016 zeigte trainierte Sportler bei ihrem Workout, gedreht wurde damals in Südafrika. Mittlerweile hat sich das Münchner Start-up von diesen Bildern aber entfernt und setzt in seiner Kommunikation rein auf die authentische Darstellung tatsächlicher Freeletics-User. "Wir sind als Unternehmen stolz, gegen den Strom zu schwimmen und etwas zu tun, das man in unserer Branche nur sehr selten bis gar nicht sieht", sagt CEO Daniel Sobhani.
Der BMW-Concept-X2-Spot weist starke Ähnlichkeit zu dem Freeletics-Markenfilm
© Screenshot Youtube

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In der Online- und Social-Media-Kampagne "Real People, Real Results" zeigt Freeletics vier Hobby-Sportler aus Deutschland, Frankreich und Spanien - im echten Leben Studenten, Techniker und Polizisten. Schon im Frühjahr startete Freeletics den vergleichbaren Auftritt "Freeletics 4.0". "Indem wir unsere Kampagnen mit echten Nutzern produzierten, wollten wir nicht nur die Unverfälschtheit in den Mittelpunkt stellen, die uns als Unternehmen von Anfang an extrem wichtig war, sondern außerdem die Erfolge unserer Nutzer aufzeigen", so Sobhani.
Realisiert hat Freeletics die Kampagne diesmal nicht mit einer Agentur - außer Überground war im vergangenen Jahr auch das Kreativ-Kollektiv Red Penguin für die Münchner im Einsatz - sondern vollständig inhouse. An den Produktionsarbeiten, die drei Tage lang in Lissabon stattfanden, waren nur sechs Personen beteiligt. "Uns war sehr wichtig, dass unsere Nutzer spüren, wie sehr wir sie schätzen. Wir wollten bei beiden Produktionen erreichen, dass sie sich als Teil der Freeletics-Familie fühlen, was sie für uns auch sind", sagt Michael Hubl, Vice President of Marketing. fam
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