Ford-Marketingchef Wolfgang Kopplin "Mit Augenzwinkern wird das schwere Thema Technologie leichter"

Montag, 01. Juni 2015
Bereit zur Probefahrt: zwei Modelle des neuen Ford Mustang
Bereit zur Probefahrt: zwei Modelle des neuen Ford Mustang
Foto: HORIZONT
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Ford Motor Wolfgang Kopplin Ford Mustang


Schloss Hohenkamm in Oberbayern. Draußen stehen 14 nagelneue Ford Mustang in der Sonne, drinnen spricht Marketing- und Vertriebschef Wolfgang Kopplin über den Mustang, die Van-Offensive und die Erfolge.
Natürlich stand der Mustang am vergangenen Mittwoch im Mittelpunkt des Interesses. Erstmals verkauft Ford sein Kultauto in Europa. Und das Interesse an dem Sportwagen-Klassiker auf dem alten Kontinent ist groß. Seit März ist das Pony Car bestellbar. 3400 Bestellungen liegen bereits vor, 1800 allein davon aus Deutschland. Doch der  Mustang ist nicht das einzige Modell, mit dem der US-Hersteller mit deutscher Tradition auf dem hiesigen Markt Punkten will. In den nächsten Wochen rollen der S-MAX, der C-MAX und der neue Focus ST Diesel in den Handel. Sie sollen die Produkt- und Technologieoffensive von Ford weiter voranbringen, das Image und die derzeit gute Entwicklung bei der Marke nachhaltig stärken. Das könnte durchaus gelingen. Zum einen hat Ford in den vergangenen Wochen bei verschiedenen 100.000 Kilometer-Dauertests jedesmal die Bestnote erhahlten. Zum anderen erholt sich langsam der Absatz. Im ersten Quartal lag das Plus bei knapp 7 Prozent. Richtig gut lief es im April. Hier erzielte die Marke mit 21.755 verkauften Autos den besten Wert seit 10 Jahren. Das ist ein Plus von knapp 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Erfolg tragen auch noch andere Faktoren bei, wie Wolfgang Kopplin in einem Gespräch mit HORIZONT erklärt:

Die Demokratisierung von Technologien:

"Wir können nicht nur Technologie, sondern sie ist bei uns alltagstauglich. Was nutzt das perfekte Spaltmaß und die perfekte Abnaht am Lenkrad, wenn das Auto nicht über 100.000 Kilometer ohne Ausfall einsatzbereit ist? Das differenziert uns. Und: Wir haben zur Zeit die größte Auswahl an realistischen, bezahlbaren und relevanten Technologien. Das ermöglicht unseren Kunden schon heute teilautonomes Fahren – in allen Klassen, etwa wenn ein Mondeo von sich aus seinen Fahrer vor Müdigkeit warnt oder der neue Ford Focus selbstständig ein- und ausparkt oder 'um die Ecke schaut'."
„Wir haben zur Zeit die größte Auswahl an realistischen, bezahlbaren und relevanten Technologien. Das ermöglicht unseren Kunden schon heute teilautonomes Fahren“
Wolfgang Kopplin

Die Kreation:

"Wir wollen neue Technologien immer mit einem 'human touch' vorstellen, ohne dass wir belehrend sein wollen. Mit einem Augenzwinkern in der Kreation wird das schwere Thema Technologie leichter und verständlicher. Aber wir spielen auch mit anderen Impulsen: Spannung und Neugierde beispielsweise."

Der Schmollbraten-TV-Spot:

"Der Spot hat sensationell gearbeitet. 90 Prozent der Leute haben gesagt, der Fiesta kann eine SMS oder Nachricht vorlesen. Noch wichtiger war für uns: Wir haben eine Korrelation zum Showroom-Traffic gesehen. Wir haben mehr Autos verkauft, gerade in der relevanten Zielgruppe: jüngere und weibliche Kunden. Es gibt sogar Schlüsselanhänger, die jetzt Schmollbraten heißen. Deshalb haben wir Anfang April den Spot nochmals geschaltet. In der Logik geht es weiter."
„Der Schmollbraten-Spot hat sensationell gearbeitet. 90 Prozent der Leute haben gesagt, der Fiesta kann eine SMS oder Nachricht vorlesen. Noch wichtiger war für uns: Wir haben mehr Autos verkauft, gerade in der relevanten Zielgruppe: jüngere und weibliche Kunden.“
Wolfgang Kopplin

Den Werbedruck:

"Grundsätzlich setzen wir auf ein Zusammenspiel von Paid, Owned und Earned Media. Das balancieren wir ständig aus. Da sind die vielen gewonnenen Auszeichnungen und Preise hilfreich und unsere junge digitale Plattform EineIdeeWeiter.de. Wir nutzen das Angebot bewusst nicht als Werbeinstrument, sondern als Dialog- und Austauschmöglichkeit, vor allem mit der jungen und weiblichen Zielgruppe. Was die Werbeausgaben angeht, so werden wir wieder auf Vorjahresniveau liegen. Wir behalten aber den Shift ins Digitale bei. Etwa ein Drittel unseres Etats fließt in diesen Kanal. Wir glauben an Digital und sind gerade dabei, unsere Erkenntnisse zu verfeinern." mir

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