Folge des digitalen Wandels Deutsche CEOs wollen Ausgaben für Marketing und Werbung erhöhen

Mittwoch, 22. Juli 2015
Die strategische Antwort vieler deutscher CEOs auf den Wandel heißt: Mehr Geld fürs Marketing
Die strategische Antwort vieler deutscher CEOs auf den Wandel heißt: Mehr Geld fürs Marketing
Foto: Colourbox
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KPMG Mark Sievers


Deutschlands Unternehmen stehen vor tiefgreifenden Veränderungen: 70 Prozent der Vorstandschefs rechnen hierzulande damit, dass sich ihre Firma bis 2018 "sehr wahrscheinlich erheblich gewandelt" haben wird - mehr als in jedem anderen Land. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter Top-Entscheidern. Reagieren wollen die CEOs mit mehr Investitionen in Innovation sowie in Marketing und Werbung.

Weltweit hat KPMG 1300 CEOs von Unternehmen mit einem Umsatz von über 500 Millionen US-Dollar befragt, 125 davon in Deutschland. Während die Deutschen wie erwähnt große Veränderungen erwarten, glauben im weltweiten Durchschnitt nur 29 Prozent der Befragten an einen erheblichen Wandel. Hierzulande sehen sich zudem 78 Prozent der Vorstandschefs gezwungen, die Strategie ihres Unternehmens innerhalb der kommenden drei Jahre zu ändern. Über die Hälfte (57 Prozent) plant, im selben Zeitraum das Geschäftsmodell zu ändern.

KPMG-Umfrage: Wo deutsche CEOs bis zum Jahr 2018 investieren wollen

Quelle: KPMG
Auffällig ist, dass die befragten deutschen CEOs bei der erwarteten Transformation offenbar mehr an die Kraft des Marketings glauben als ihre globalen Kollegen. Fast jeder Zweite (49 Prozent) will in den kommenden drei Jahren mehr in Werbung und Marketing investieren, weltweit sind es nur 39 Prozent. "Im Zuge der Digitalisierung haben sich Marketing und damit auch Aufgabe und Stellung der Marketing-Abteilungen stark gewandelt", sagt Mark Sievers, KPMG-Partner und verantwortlich für Consumer Markets. "Fast jedes Marketingprojekt ist heute technologiegetrieben. Unsere Befragung zeigt, dass das Thema Marketing für deutsche CEOs ein zentrales Investitionsfeld ist." Dazu passt auch, dass 42 Prozent der befragten deutschen CEOs glauben, die Position des Marketingchefs werde in den nächsten drei Jahren wichtiger als bisher (weltweit 40 Prozent). Große Hoffnungen setzen die Vorstandschefs hierzulande auch in den Chief Strategy Officer (75 Prozent gegenüber 31 Prozent weltweit) und den Chief Innovation Officer (61 Prozent gegenüber 28 Prozent weltweit). Jeder Dritte (31 Prozent) glaubt zudem, dass die Position des Chief Client Experience Officers wichtiger wird (weltweit: 11 Prozent). "Mehr denn je gilt es, die Digitalisierung zu nutzen, um Kundenbeziehungen zu pflegen, Prozesse zu optimieren, das Unternehmen agiler und schneller zu machen und natürlich neue Vertriebskanäle zu schaffen", erläutert Sievers. fam

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