Finanzinvestor KKR beteiligt sich an GfK

Donnerstag, 08. Dezember 2016
Die GfK hat einen neuen Investor
Die GfK hat einen neuen Investor
Foto: GfK

Der GfK-Verein hat eine Investorenvereinbarung mit KKR geschlossen. GfK wird mit der Acceleratio Capital N.V., einer Holdinggesellschaft im Besitz von Fonds, die durch Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. beraten werden, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden, öffentlich gehandelten Aktien von GfK für EUR 43,50 pro Aktie in bar unterbreiten.
 Aktionäre erhalten ein Angebot mit einer Prämie von rund 44 Prozent auf den geschätzten volumengewichteten Durchschnittspreis der vergangenen drei Monate vor Bekanntgabe des Angebots. Laut Mitteilung von KKR wird dem Übernahmeangebot – unter anderem – eine Mindestannahmequote von 18,54 Prozent zugrunde liegen. GfK Verein wird mit einem Anteil von 56,46 Prozent Mehrheitsaktionär von GfK bleiben. Der Vollzug der Transaktion bedarf der Zustimmungen von Kartell- und Investmentkontrollbehörden. KKR hat mitgeteilt, dass die Finanzierung der Transaktion vom Bieter getragen wird und keinen Einfluss auf die Bilanz von GfK haben wird. Die Mitglieder des Vorstands von GfK beabsichtigen, das Angebot anzunehmen und ihre persönlich gehaltenen Aktien anzudienen. 

Vorstand und Aufsichtsrat von GfK haben dieser Investorenvereinbarung zugestimmt. Die Struktur des Aufsichtsrats von GfK bleibt unverändert. Auch künftig werden sechs Anteilseigner-Vertreter und vier Arbeitnehmer-Vertreter dem Aufsichtsrat angehören. Der GfK Verein wird seine drei Sitze im Aufsichtsrat behalten. Nürnberg wird Zentrale und Sitz von GfK bleiben. 

"Das Ziel dieser Transaktion ist es, den strategischen Wandel von GfK zu unterstützen und zu forcieren. Wir verbinden das umfassende Wissen des GfK Vereins mit der internationalen Markt- und Branchenexpertise eines führenden globalen Investors. Wir sind davon überzeugt, dass KKR der richtige Partner ist, um die Strategie des Vorstands zur Neupositionierung von GfK zu unterstützen. Es ist sowohl im Interesse des gesamten Unternehmens, als auch seiner Mitarbeiter und Kunden, langfristiges Wachstum zu erzielen", sagt Ralf Klein-Bölting, Vorsitzender des Aufsichtsrats von GfK. hed


Dieser Artikel erschien zuerst bei planung&analyse

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