Fiese Verarsche, falsche Vergleiche Wie Nokia und Amazon über Apple herziehen

Dienstag, 26. November 2013
Da kriegt selbst der Apple-Freak Stielaugen: Das Lumia-Tablet 2520
Da kriegt selbst der Apple-Freak Stielaugen: Das Lumia-Tablet 2520
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Apple-Bashing gehört für die Marketing-Entscheider der Konkurrenz inzwischen zum Standard-Repertoire. Samsung macht sich regelmäßig über den iKonzern lustig, genau wie die Google-Tochter Motorola und Erzrivale Microsoft. Wer Apple besonders gern in die Pfanne haut, sind Nokia und Amazon, wie zwei aktuelle Werbespots belegen. Besonders fies ist das neue Commercial von Nokia, das seit gestern in sozialen Netzwerken kursiert. In dem inhouse konzipierten Werbefilm präsentiert das künftige Tochterunternehmen von Microsoft mit dem Lumia 2520 sein erstes Windows-Tablet überhaupt. Das Bemerkenswerte: Das Lumia, das wie berichtet Ende Oktober präsentiert wurde und zunächst nur in den USA, Finnland, Großbritannien und Russland auf den Markt kommt, rückt erst ganz am Ende ins Bild. Davor geht es die ganze Zeit um einen frischgebackenen und anfangs noch stolzen iPad-Besitzer, der mit seinem schicken Gerät in einem Café bei ein paar Mädels groß rauskommen will. Ein Vorhaben, das allerdings scheitert, da er nach einer kurzen Testphase von der angeblich schwachen Akkulaufzeit und der fehlenden mechanischen Tastatur genervt ist. Probleme, die Nutzer des Lumia 2520 offenbar nicht haben, wie das Commercial suggeriert. Am Ende hat selbst der Apple-Fan Zweifel an seinem Kauf und fragt sich, ob nicht das Lumia die bessere Wahl gewesen wäre.

Amazon verschärft den Ton

Auch Amazon bekämpft den Rivalen aus Cupertino in der entscheidenden Phase des Weihnachtsgeschäfts mit immer härteren Bandagen. Gestern ist eine überarbeitete Fassung des TV-Spots für den E-Reader Kindle Paperwhite auf Sendung gegangen, in der sich von Amazon ernannte "Bücherfreunde" zu dem E-Reader äußern.

Anders als in der Vorgängerversion wird das Apple-Produkt in dem Spot sogar namentlich genannt. "Ganz anders wie das iPad", sagt eines der Testimonials gleich zu Beginn des Commercials, das wie üblich Produkteigenschaften wie die gute Lesbarkeit und die lange Akkulaufzeit in den Mittelpunkt rückt. Außerdem wird der Hinweis "(Ja, das iPad ist tatsächlich an)" eingeblendet, als einer der Tester die beiden Geräte nebeneinanderhält. Dass der Vergleich zwischen iPad und Kindle hinkt, da es sich bei dem einen Gerät um ein Tablet und bei dem anderen lediglich um einen E-Reader handelt, scheint Amazon nicht zu stören. Vielleicht stört sich ja Apple daran. TV-Spots sind schon wegen kleinerer Mängel als irreführend bezeichnet worden. mas
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