"#Fastergraph" Autogrammkarten-Kampagne von Puma geht nach hinten los

Mittwoch, 20. August 2014
Ob es Marco Reus wohl auch ohne Kokain zur Profikarriere geschafft hätte? (Foto: Screenshot)
Ob es Marco Reus wohl auch ohne Kokain zur Profikarriere geschafft hätte? (Foto: Screenshot)

Das hat Puma mit Sicherheit nicht kommen sehen: Am Montag hat die Marke im Rahmen ihrer neuen Megakampagne "Forever Faster" einen Aufruf bei Twitter gestartet, bei dem sich Fans eine individuelle digitale Autogrammkarte von ihren Stars schicken lassen können. Doch die Nutzer des Kurznachrichtendienstes haben die automatisierte Kampagne schnell durchschaut - und so für unschöne bis geschmacklose Auswüchse gesorgt. Die Aktion funktionierte so: Die User sind mit dem Hashtag "#Fastergraph" an Puma herangetreten und konnten so die digitale Autogrammkarte ihrer Lieblingsspieler wie Marco Reus, Mario Balotelli oder Cesc Fabregas einfordern. Innerhalb von Sekunden kam dann ein Motiv mit Unterschrift und Widmung zurück.

Da sich jene Widmung an den Twitternamen des jeweiligen Nutzers richtet, wurde einigen Unverbesserlichen schnell klar, wie man die Intention von Puma unterwandern kann: mit einem falschen Twitterprofil und Usernamen wie "Cocaine" und "ISpreadEbola". Und so bedankte sich beispielsweise BVB-Kicker Reus schon mal bei der Droge Kokain für seine Karriere und der Spanier Fabregas für die Unterstützung bei der Verbreitung von Ebola.

Die ungewollte virale Richtung, die die Twitter-Kampagne eingeschlagen hat, hat bei Puma jedenfalls Wirkung gezeigt: Das Unternehmen hat "#Fastergraph" nach nur einem Tag wieder eingestellt. tt




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