Facebook-Tipps Wie Werbungtreibende gelungene mobile Weihnachten feiern können

Sonntag, 03. Dezember 2017
Stefan Edl kümmert sich bei Facebook um Kunden aus den Bereichen Fashion und Retail
Stefan Edl kümmert sich bei Facebook um Kunden aus den Bereichen Fashion und Retail
© Facebook

Weihnachts-Werbung wäre inzwischen eine eigene Kategorie bei den Cannes Lions wert. Von den kreativen Höchstleistungen, die jedes Jahr rund um den Globus zum Fest der Liebe entstehen, will auch Facebook profitieren. Das Unternehmen präsentiert daher einige Tipps, wie Unternehmen ihre Weihnachts-Kampagnen zum Erfolg machen können - natürlich spielt Facebook dabei eine zentrale Rolle.
Stefan Edl, Lead Transformational Retail & Fashion DACH bei Facebook, hat für Werbungtreibende fünf Tipps parat. Sie lauten: 1. Sei da, wo deine Kunden sind – auf dem Mobilgerät. Hintergrund: 2016 hätten mehr Menschen als je zuvor ihre Weihnachtseinkäufe online erledigt. Dabei seien 64 Prozent aller Weihnachts-Conversions auf Facebook von Mobilgeräten ausgegangen.

2. Erwecke das Shoppingerlebnis online zum Leben. Für Edl bedeutet das vor allem, das Werbungtreibende Videos und die Live-Funktion von Facebook nutzen sollten. Beide Themen haben für das Social Network strategische Bedeutung, wirken Videos doch in der Regel besser als Banner-Werbung.

3. Erschaffe Inhalte, die zum Verweilen einladen. "Auf Facebook und Instagram ist es wichtig, Inhalte zu zeigen und nicht zu erzählen", so Edl. Dass die Nutzer lange auf Facebook bleiben, ist natürlich ebenso in Facebooks Interesse, denn: Höhere Verweildauer gleich mehr Gelegenheit, den Menschen Werbung zu zeigen.

4. Verbinde dich mit Kunden überall auf der Welt. Hier plädiert Edl für Facebooks Targeting-Optionen: "In der Weihnachtszeit können Sie Custom Audiences nutzen, um Kunden anzusprechen, die in der vergangenen Weihnachtszeit bei ihnen eingekauft haben. Oder sie nutzen Lookalike Audiences, um neue Kunden zu finden, die ihren bestehenden Kunden ähneln." Das sei bei Facebook auch global möglich, so der Manager.

5. Messen, messen, messen. Egal ob Steigerung der Besuche in einem stationären Geschäft, die Zahl der App-Downloads zu erhöhen oder die Verkäufe im Onlineshop zu steigern: Facebook habe für jedes Kampagnenziel die passende Lösung und biete entsprechende Messmöglichkeiten, so Edl. Dass Facebook so offensiv mit Messmöglichkeiten wirbt hat auch damit zu tun, dass es um Kampagnen-Kontrolle und -Messung auf Facebook lange erbitterte Diskussionen gab. Facebook hat hier inzwischen deutlich nachgebessert - so hat das Unternehmen gerade erst seine Beziehungen zum Viewability-Messdienstleister Meetrics intensiviert.

Wie aus diesen Punkten deutlich wird, spielt Bewegtbild bei Facebook-Werbung inzwischen die absolut erste Geige. Spots wie "Heimkommen" von Edeka, die jedes Jahr mit Spannung erwarteten Weihnachts-Videos der britischen Kaufhauskette John Lewis oder der aktuelle Media-Markt-Spot belegen eindrucksvoll, warum das so ist: Die Kampagnen sind vor allem darauf angelegt, fleißig im Social Web geteilt zu werden.
Facebook-Managerin Christina Keller
Facebook-Managerin Christina Keller (© Facebook)
Christina Keller, Regional Head of Facebook Creative Shop Central Europe, rät Werbungtreibenden daher dazu, folgende Punkte bei Video-Kampagnen zu beachten:

1. Beachte die Gegebenheiten des Feeds. "Im Feed muss Werbung schnell Interesse wecken und die Menschen überzeugen – auch ohne Ton. Starke Bilder, unterstützende Grafiken und eine vertikale Ausrichtung sorgen dafür, dass die Menschen länger bei einem Video verweilen", betont Keller. Allerdings bietet Facebook Werbekunden auch die Möglichkeit an, für Video-Kampagnen erst dann zu bezahlen, wenn der Spot mit Ton bzw. bis ganz zum Ende angesehen wurde. Diese Optionen hatte Facebook auf ausdrücklichen Wunsch der Kunden eingeführt.

2. Immer wieder neu denken. Im Feed können Videos leicht abgewandelt mehrfach verwendet werden, zum Beispiel für unterschiedliche Zielgruppen.

3. Adaptieren, adaptieren, adaptieren. Bereits vorhandene Werbung kann ganz einfach für den mobilen Feed adaptiert werden, zum Beispiel als GIF oder kurze Videosequenz. Wichtig ist dabei, dass der mobile Werbespot kurz ist und auch ohne Ton funktioniert.

4. Performance Ads in Bewegung setzen. Man benötigt nicht immer ein Video für Videoanzeigen auf Facebook. Mit nur wenigen Handgriffen können auch Performance Ads in Bewegung gebracht werden, zum Beispiel als Slideshow.

5. Der Kreativität freien Lauf lassen. Kellers Tipp Nummer 5 ist eine Aufforderung an die Kunden, sich mit dem Facebook-Werkzeigkasten zu beschäftigen.

Dass Facebook für Werbungtreibende neben TV nahezu unverzichtbar ist, wenn sie möglichst viele Menschen erreichen wollen, gilt als gelernt. Selbstverständlich ist es trotzdem nicht. So dürfte es um die tatsächliche Effektivität von Facebook-Kampagnen mit Sicherheit auch in Zukunft Diskussionen geben - vor allem mit den Facebook-kritischen TV-Vermarktern. ire
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