Facebook, Instagram & Pinterest Nicht jedes soziale Netzwerk eignet sich für das eigene Unternehmen

Freitag, 19. Mai 2017
Laut UM-Studie erfüllt jedes Social Network ein anderes Bedürfnis der User
Laut UM-Studie erfüllt jedes Social Network ein anderes Bedürfnis der User
Foto: UM
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Zu jedem Topf gibt es einen Deckel. Dieses Sprichwort gilt anscheinend auch für Unternehmen und soziale Netzwerke. Das geht aus der "Wave9"-Studie von Universal McCann (UM) hervor. Die Forscher definieren darin, welcher Social-Media-Kanal sich für welches Unternehmen anbietet - und dass man bei Weitem nicht auf Biegen und Brechen alle Social Networks bespielen sollte.
Der wichtigste Punkt in der UM-Studie ist, dass nicht jeder Social-Media-Kanal zur eigenen Marke und der Zielgruppe passt. Deswegen wird in dem Report empfohlen, sich auf wenige soziale Netzwerke zu fokussieren. In jedem Fall sei es aus kommunikationsstrategischer Sicht nicht empfehlenswert, auf allen Kanälen vertreten zu sein.
Um herauszufinden, welche Netzwerke sich für das eigene Unternehmen eignen, sollten sich die Verantwortlichen laut Studie zunächst folgende Fragen stellen:

1. Nutzt meine Zielgruppe die Plattform tatsächlich?

2. Passen die Nutzungsmotive der Plattform zu meiner Marke/ zu meinem Produkt?

3. Erfüllt mein Content die plattform-spezifischen Anforderungen?

Darüber hinaus definieren die Forscher in der Studie Richtlinien, welches Netzwerk von welchem Unternehmen genutzt werden sollte.

Demzufolge ist die Besonderheit von Facebook dessen Mauserung zur "Allround-Plattform": Das soziale Netzwerk bediene ein breites Spektrum an Themen und Content-Formaten. Da Facebook mittlerweile hauptsächlich als News- und Meinungsplattform genutzt würde, eigne es sich besonders für die Finanzbranche. Banken und andere Marken des Finanzsektors könnten hier informativen Content und aktuelle News verbreiten. Ein Paradebeispiel für einen guten Facebook-Markenauftritt ist nach Meinung der Forscher ING-DiBa.

Wave-Studie

Die Studie "Wave" misst das Ausmaß und den Einfluss von Social Media weltweit und untersucht das Verhalten aktiver Internetnutzer. Dafür wurden 52.500 Menschen zwischen 16 und 54 Jahren befragt, die mindestens jeden 2. Tag im Internet surfen.
Youtube habe ebenfalls ein breites Themenspektrum und eigne sich vor allem für Marken, die mit Bewegung und dem Transport von Emotionen zu tun haben. Darunter fallen nach Definition der Studie zum Beispiel Unternehmen der Auto-, Sport-, Game- oder Filmbranche. Auf der Video-Plattform könne Bewegung so authentisch wie möglich dargestellt werden: als Bewegtbild. Zudem könnten auch Mode- oder Beautymarken Youtube erfolgreich für ihr Marketing nutzen, wenn sie ihre Produkte ästhetisch präsentieren wollen - allerdings eher als Add-on zu anderen Social Networks. Als erfolgreiches Beispiel führt UM das Format "Glossy Talk" von Maybelline an.
Selfie Stick Teenager
Bild: picture alliance

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Pinterest wird im Vergleich zu anderen Plattformen von wenigeren Nutzern aktiv und täglich verwendet, sollte aber trotzdem von einigen Marken als Social-Media-Kanal genutzt werden, lautet die Erkenntnis und Empfehlung der Forscher. Das Bilder-Netzwerk spräche vor allem Frauen zwischen 25 und 39 an und fungiere als Inspirationsquelle in Sachen Beauty, Deko und Food. Darum sollten Unternehmen insbesondere die Themen Kochen und Ernährung oder DIY-Anleitungen auf Pinterest spielen, so die Forscher. Hier agiere das Maggi Kochstudio sehr erfolgreich.

Wieder andere Regeln gelten für Instagram. Auf der Foto-Sharing-Plattform steht laut Studie vor allem die Selbstdarstellung und Selbstbestätigung bei den Nutzungsmotiven ganz vorne. Empfohlen wird die Verwendung von Instagram Marken aus der Mode- oder der Kosmetikbranche und anderen Marken, die Lifestyle und positiv konnotierte Inhalte repräsentieren und auf der Plattform spielen. Aufmerksamkeitsstarker Bildcontent, der in der Timeline heraussticht, böte ihnen die Chance, Produkte schön zu präsentieren. Auf Instagram sticht laut UM About You mit seinem Markenauftritt heraus. bre
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