FDP "Bild"-Zeitung veröffentlicht nicht finales Parteilogo

Dienstag, 06. Januar 2015
Das von der "Bild" veröffentlichte FDP-Logo zeigt offenbar nicht der letzen Stand
Das von der "Bild" veröffentlichte FDP-Logo zeigt offenbar nicht der letzen Stand
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Da hat sich die "Bild"-Zeitung offenbar etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Via Twitter und auf Bild.de präsentiert die Boulevardzeitung angeblich das neue FDP-Logo. Das Emblem, das Parteichef Christian Lindner heute auf dem Dreikönigstreffen der Partei enthüllen wird, sieht allerdings anders aus.
"Das ist nicht das Logo, das wir heute präsentieren werden", erklärt FDP-Sprecher Nils Droste gegenüber HORIZONT Online. Das von der "Bild" veröffentlichte Logo ähnele zwar dem echten Logo, das wie berichtet die Berliner Werbeagentur Heimat entwickelt hat. Die "Bild" zeige aber "nur einen Arbeitsstand, nicht das endgültig abgesegnete Parteilogo".
Bereits durchgesickert ist, dass Heimat das traditionell gelb-blaue Parteiemblem der Freien Demokraten mit der Farbe Magenta auffrischen will. Mit der Präsentation des Auftritts beim heutigen Dreikönigstreffen in Stuttgart, dem in der Staatsoper mehr als 1000 Besucher beiwohnen werden, will die FDP nach einem Jahr voller Rückschläge die Weichen für einen Neuanfang stellen.
Das alte Logo der Freien Demokraten
Das alte Logo der Freien Demokraten (Bild: FDP)
Erwartet wird, dass der Bundesvorsitzende Christian Lindner die FDP in seiner Grundsatzrede scharf von der Anti-Islam-Bewegung Pegida abgrenzen wird. Auch an die rechtskonservative Alternative für Deutschland (AfD) will die FDP keinen Zentimeter heranrücken. "Die AfD ist eine Partei, die sich in eine Zeit zurücksehnt, in der man sich hinter nationalen Grenzen verschanzen konnte", sagte er bereits der "Stuttgarter Zeitung". Die FDP dagegen sei weltoffen und trete für weniger Staat, bessere Bildung und eine vernünftige Wirtschaftspolitik ein. 

„An eine ähnlich schwierige Situation kann ich mich nicht erinnern.“
Wolfgang Kubicki
Bei der Wahl vor 15 Monaten hatte die FDP erstmals in ihrer Geschichte den Einzug in den Bundestag verpasst. Danach flog sie auch in Sachsen, Brandenburg und Thüringen aus den Landesparlamenten. "Für die Partei war die Lage nie so ernst wie heute", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki der Oldenburger "Nordwest-Zeitung". mas/dpa
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