FC Bayern München Flughafen in Doha wird Ärmelsponsor

Dienstag, 15. August 2017
Hamad International Airport-COO Badr Mohammed Al Meer, Qatar Airways Group Chief Executive Akbar Al Baker, Hassan Al Thawadi vom WM-Organisationskomittee und Bayern-Marketingvorstand Andreas Jung
Hamad International Airport-COO Badr Mohammed Al Meer, Qatar Airways Group Chief Executive Akbar Al Baker, Hassan Al Thawadi vom WM-Organisationskomittee und Bayern-Marketingvorstand Andreas Jung
© Hamad International Airport

Kurz vor Saisonbeginn hat auch der FC Bayern München einen Ärmelsponsor gefunden: Auf dem linken Trikotärmel der Spieler des Deutschen Rekordmeisters wird in der kommenden Saison das Logo des Hamad International Airports aus Katars Hauptstadt Doha zu sehen sein.
Mit den Kataris hatte der FC Bayern bereits im vergangenen Jahr einen Sponsoren-Vertrag geschlossen. Der berechtigte den Flughafen von Doha etwa dazu, auf den Banden in der Münchner Allianz Arena zu werben. Nun wird die Partnerschaft erweitert. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit bis 2023. Eine offizielle Bestätigung der Münchner steht noch aus - allerdings hat der Club für Donnerstag zur Präsentation "einer neuen Partnerschaft" in die bayerische Landeshauptstadt geladen.
Der Sponsor hingegen hat schon fleißig kommuniziert: "Durch unsere Partnerschaft mit dem FC Bayern erreichen wir ein gemeinsames Ziel: Menschen zusammenzubringen", sagte demnach Akbar Al Baker, Chef des internationalen Flughafens von Doha und zugleich CEO der katarischen Airline Qatar Airways. In der Pressemitteilung des Flughafens wird auch Bayern Münchens Marketingvorstand Andreas Jung zitiert: "Als wir den Vertrag mit dem Hamad International Airport im Januar 2016 unterzeichnet haben, war das Logo auf dem Ärmel bereits Teil der Abmachung. Bislang war das Logo nur bereits auf der Trainingsbekleidung zu sehen." Wie viel Geld die erweiterte Partnerschaft den Bayern zusätzlich einbringt, wurde nicht bekannt.  Während Bayern München mit dem Deal, zu dem auch die Eröffnung eines neuen Fanshops am Flughafen in Doha gehört, die Internationalisierungsstrategie des Vereins vorantreibt, dürften Kritiker der Partnerschaft neue Nahrung bekommen. Schon im vergangenen Jahr wurde etwa von Seiten der Grünen bemängelt, der deutsche Rekordmeister mache sich dadurch gemein mit einem Regime, das Menschenrechtsverletzungen begehe. Auch einige Fans kritisierten den Deal.

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Katar und der Flughafen von Doha hatten in diesem Sommer zudem für andere Schlagzeilen gesorgt: Im Juni hatten die Nachbarländer Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten die Beziehungen zu Katar abgebrochen, die Grenzen geschlossen und Überflugrechte verweigert. Die Begründung: Katar würde Terroristen unterstützen. Die nationale Airline Qatar Airways musste daraufhin zahlreiche Flüge absagen und verlor dadurch viele Passagiere. ire
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