Experience Marketing Adobes Selbst-Disruption - und was Marken von Leicester City lernen können

Donnerstag, 12. Mai 2016
Adobe-Manager Brad Rencher beim EMEA Summit in London
Adobe-Manager Brad Rencher beim EMEA Summit in London
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Brad Rencher Leicester City Adobe London


Die Mehrheit der Deutschen sieht beim mobilen Kundenerlebnis erheblichen Nachholbedarf, lautet ein Ergebnis des aktuellen Adobe Digital Index (ADI) - für das IT-Unternehmen Grund genug, bei seinem EMEA Summit das Zeitalter des "Experience Business" auszurufen. General Manager Brad Rencher erklärt in London, warum - und was Marketer vom englischen Sensations-Fußballmeister Leicester City lernen können.
Erleben können die rund 5000 Besucher bei der Konferenz in der britischen Hauptstadt vor allem erst einmal eins - typisch englisches Regenwetter. Darüber hinaus hat Adobe aber auch noch andere Botschaften im Gepäck. Tenor: Die klassische Rolle des Marketings hat sich überholt, die Zeiten, in denen allein das Produkt die Kampagne bestimmte, sind vorüber. Stattdessen muss künftig das Kundenerlebnis im Fokus der Unternehmen stehen - und zwar geräte- und Touchpoint-übergreifend.
"Jede Marke sollte darauf versessen sein, den Kunden in jeder Phase der Beziehung ein relevantes, konsistentes und persönliches Erlebnis zu bieten", sagt Brad Rencher, Executive Vice President und General Manager Digital Marketing bei Adobe. Dabei sei kein riesiger Einsatz finanzieller Mittel nötig. Er nimmt Bezug auf den frischgebackenen Premier-League-Sieger Leicester City: "Es geht nicht um die Größe des Budgets, sondern um den richtigen Einsatz." Manchester United habe in den vergangenen zwei Saisons genauso viel in Spieler investiert wie die "Foxes" in ihrer 132-jährigen Geschichte - mit weniger Erfolg.
Das sollte Marketern als Paradebeispiel dienen - ebenso wie der selbst-disruptive Ansatz von Adobe. Vom Back Office über das Front Office habe sich der Konzern zu einem Dienstleister für "Experience Business" gewandelt, sagt Rencher. "Die Erwartungen unserer Kunden verdoppeln sich etwa alle 18 Monate. Deshalb müssen wir uns selbst disruptieren." Bestätigt sieht er sich vom aktuellen ADI-Report. Danach geben nur 41 Prozent der deutschen Mobile-Nutzer an, dass Marken bei der geräteübergreifenden Bereitstellung von konsistenten und personalisierten Kundenerlebnissen einen guten Job machen. fam
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