"Es wird hart, es wird schmutzig" Der grandiose "Geh wählen"-Spot der IG Metall

Dienstag, 03. September 2013
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Kein Witz, keine Stimmung, null Emotionen: Was haben sich die Polit-Experten nicht über die langweiligen Wahlkampagnen der großen Parteien beschwert. Dass es auch anders gehen kann, beweist nun ausgerechnet eine Gewerkschaft. Der Spot "Geh Wählen" der IG Metall ist mit fast drei Minuten vielleicht etwas lang geraten, dafür aber um so amüsanter. Immerhin bündelt der Spot zahlreiche Szenen, die es im Netz bereits zu einiger Berühmtheit gebracht haben - etwa Peer Steinbrücks Tränen auf dem SPD-Parteikonvent, Felix Baumgartners Stratossphären-Sprung oder der Sieg von Lovelyn Enebechi bei der diesjährigen Staffel von "Germanys Next Top Model". Dies und die teilweise dramatische musikalische Untermalung soll den bisher etwas drögen Wahlkampf aufgreifen, wie IG-Metall-Sprecherin Ingrid Gier auf Nachfrage erklärt. Hauptmotivation sei jedoch, die zahlreichen unentschlossenen Wahlberechtigten noch zum Urnengang zu animieren.

Mittlerweile hat sich der gemeinsam mit Moving Image 24 entwickelte Spot auf Youtube zu einem kleinen Klick-Hit entwickelt. "Wir sind beeindruckt von der viralen Verbreitung mit mehr als 55.000 Klicks innerhalb der ersten 24 Stunden. Die Resonanz bestätigt uns, ein toller Erfolg", so Gier. Das Video ist jedoch nicht die einzige Maßnahme der "Geh wählen"-Kampagne. Vergangenes Wochenende schaltete die IG Metall in einigen Regionalzeitungen sowie in der "Bild am Sonntag" Anzeigen (Agentur: A&B One), in denen Antworten auf drängende politische Fragen gegeben werden sollten (siehe Motiv links). Gier hierzu: "Wir geben als Einheitsgewerkschaft keine Wahlempfehlung ab, wollen aber auf wesentliche Interessen von Arbeitnehmern aufmerksam machen." ire
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