Erste Arbeit von Rapp Ergo will Menschen Mut machen

Donnerstag, 15. Mai 2014
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Ergo Versicherungsgruppe wirbt seit gestern Abend wieder in eigener Sache. Erstmals tritt dabei die Assekuranz gemeinsam mit ihrer Tochter Ergo Direkt unter einem kommunikativen Dach auf. Die aufmerksamkeitsstarke Markenkampagne ist die erste Arbeit von Rapp Germany.
Trotz des Wechsels setzt Ergo in der Kreation auf Kontinuität. Der Claim "Versichern heißt verstehen" bleibt, weil er weiterhin für das Selbstverständnis der Versicherung steht. Allerdings versteht sich die Assekuranz nicht mehr nur als Zuhörer, sondern auch als Mutmacher und als Wegbegleiter. "Uns geht es nicht um Wagemut, sondern um alltägliche Situationen", sagt Andrea Hoelken, Leiterin strategisches Marketing.

Um das zu promoten, setzt die Assekuranz im TV auf einen Vignettenfilm mit dem Titel "Mutbürger", der in unterschiedlichen Längen auf reichweitenstarken Sendern zu sehen ist (Produktion: Markenfilm). Obwohl Vignetten immer wieder in der Kritik als austauschbare Werke stehen, sieht Rapp-Chef Stefan Setzkorn keine Verwechslungsgefahr mit anderen Kampagnen. "Vignetten sind eine Erzählform, die es immer geben wird. Der Film ist Teil einer groß angelegten Kampagne mit neuen kreativen Ansätzen. Setzkorn hatte gemeinsam mit seinen Team den Ergo-Etat in einem Pitch geholt und dabei auch den bisherigen Etathalter Aimaq von Lobenstein aus dem Rennen geworfen. Wichtiger ist für ihn die Grundidee, die Rapp immer wieder neu inszenieren will: "In der Werbung für Versicherungen wird oft mit Angstszenarien gearbeitet. Wir dagegen wollen ermutigen".

Um das zu erreichen, wechseln Kunde und Agentur die Perspektive. Bislang haben die Protagonisten in den Spots immer aus ihrer Sicht gesprochen. Künftig spricht die Versicherung über ihre Haltung und ihre Produkte. Dafür stehen Geschichten mit echten Vertretern und ihren Mandaten sowie Interviews mit Menschen, die ihr Leben verändert haben wie das 67-jährigen Model oder die Onlinerin, die jetzt eine Bäckerlehre absolviert. Diese Filme sind im Netz zu sehen und werden sukzessive immer wieder durch neue Storys ergänzt.

Was noch auffällt: Erstmals agieren Ergo und Ergo Direkt gemeinsam unter einem kommunikativen Dach. "Wir haben das Ziel, beide Marken enger zusammenzuführen und deutlich zu machen, dass wir ein Unternehmen sind", so Marketingfrau Hoelken. Trotzdem werden beide Marken weiterhin eigenständig agieren. Ergo steht dabei für den persönlichen Vertrieb mit Beratung und Ergo Direkt für den Direktvertrieb von Produkten. Das wird besonders nach der WM deutlich. Dann laufen wieder spezifische Produktspots etwa zur Ergo-Altersvorsorge oder zur Zahnversicherung von Ergo Direkt (Media: Carat und Performance Media). Insgesamt hat der Auftritt ein Volumen von 25 Millionen Euro. Nicht alles davon landet im TV. 25 Prozent des Budgets fließen in die digitalen Kanäle. mir


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