Ergo Direkt Der werbende Vorstandschef Peter Endres hört auf

Mittwoch, 13. November 2013
Mit dem Chef verliert Ergo Direkt auch sein Testimonial
Mit dem Chef verliert Ergo Direkt auch sein Testimonial

Ergo Direkt, der Direktversicherer der Ergo-Gruppe in Düsseldorf, verliert seinen Chef und sein Werbegeschicht. Peter Endres, CEO von Ergo Direkt, gibt Ende des Jahres seinen Posten auf. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Der Konzern bestätigt den Abgang auf Nachfrage.
Der Vertrag des 60-Jährigen wäre noch ein Jahr gelaufen. Endres ist nicht nur ein Urgestein bei dem Unternehmen, das einst mal KarstadtQuelle Versicherung hieß, sondern auch das Gesicht nach außen. Seit April 2011 spielt der Manager in den Spots und im Wetterpresenting des Direktversicherers eine tragende Rolle, etwa wenn er kurz vor einer Zahnbehandlung noch eine Police empfiehlt, die man noch spontan beim Zahnarzt abschließen kann.

Stimmen die Medienberichte, dann hat nicht jedem im Ergo-Reich diese Popularität und Medienpräsenz gepasst. Bis Endres selbst vor die Kamera trat, standen in den Commercials immer die Kunden im Mittelpunkt. Zudem agierte die Nürnberger-Tochter zwar sehr erfolgreich am Markt, aber eben auch sehr selbständig. Genau das wolle der Mutterkonzern aber unterbinden, wird im "Handelsblatt" und der "Süddeutschen Zeitung" spekuliert. Doch die Geschichte könnte auch anders sein. Ergo möchte die Erfahrungen und das Wissen der Direkt-Tochter stärker für das eigene Geschäft nutzen. Und richtet deshalb die Tochter und den Konzern im Vertrieb neu aus. Sicher ist allerdings, dass die Werbekampagne wird mit dem Ausscheiden von Endres zum Ende des Jahres auslaufen wird. Zum einen, weil Endres nicht mehr Chef von Ergo Direkt sein wird. Zum anderen, weil sich mit dem neuen Ergo-Etathalter Rapp Germany ohnehin die Kommunikationsstrategie ändern wird. Die Hamburger hatten sich Anfang Oktober in einem Pitch gegen den bisherigen Etathalter Aimaq von Lobenstein durchgesetzt.   mir
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