Ende eines Ausflugs Opel macht Geschäft in Australien dicht

Dienstag, 06. August 2013
Opel Australien verkündet das Aus auf seiner Homepage
Opel Australien verkündet das Aus auf seiner Homepage


Opel zieht nach nicht einmal einem Jahr aus Australien zurück. Die GM-Tochter hatte in Down Under zu wenige Autos verkauft. Statt der geplanten 15000 Einheiten verkauften die etwa 20 Händler der Rüsselsheimer Traditionsmarke nur etwas mehr als 1500 Autos.
Verantwortlich für den Vertrieb der Modelle Insignia, Corsa und Astra war die australische Opel-Schwester Holden. Mit der Entscheidung zum Rückzug will der Konzern eine Rabattschlacht vermeiden. "Wir können unsere Autos nicht zu dem Preis anbieten, den wir verlangen müssten, um unsere Absatzziele zu erreichen", sagte eine Sprecherin von Opel Australia der Zeitung "Herald Sun". Auf der Internetseite gibt Opel die Einstellung des Geschäfts bekannt, mit dem die Marke international auch wieder Fuß fassen wollte. Zeitgleich hatte Opel das Engagement in China, Nordafrika, Russland, dem Mittleren Osten und der Türkei ausgebaut. Seit 2011 ist die Marke zudem in Israel vertreten.

Grundsätzlich hält Professor Ferdinand Dudenhöffer die Strategie für richtig, dass Opel in anderen Märkten aktiv wird. "Um die Opel-Bedeutung im GM-Konzern zu steigern und gegenüber Buick nicht ins Hintertreffen zu kommen braucht die Marke Opel größere Absatzmärkte außer Europa", sagt der Leiter des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. Allerdings müsse man dann auch größere Märkte stärker ins Visier nehmen. Buick sei derzeit auf einem guten Weg, Opel im Inter-Marken-Wettbewerb von GM den Rang abzulaufen. So werde die Schwestermarke im China im Juli mehr Autos verkaufen als Opel-Vauxhall in der gesamten EU, prognostiziert der Autoexperte. Im Monat Juli habe Buick in China 66.208 Fahrzeuge verkauft. mir
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