Employer Branding Schwache Arbeitgebermarke kann Unternehmen Millionen kosten

Dienstag, 17. November 2015
"Was Mitarbeiter und Kandidaten über den Arbeitgeber denken, ist für die Employer Brand wichtig", sagt Alexandra Kolleth, Geschäftsleitung Linkedin DACH.
"Was Mitarbeiter und Kandidaten über den Arbeitgeber denken, ist für die Employer Brand wichtig", sagt Alexandra Kolleth, Geschäftsleitung Linkedin DACH.
Foto: Linkedin

Investitionen in die Arbeitgebermarke zahlen sich aus. Im besten Fall sparen Unternehmen Millionen, wenn sie eine starke Employer Brand aufgebaut haben. Im schlimmsten Fall müssen sie wechselwillige Mitarbeiter mit mehr Geld "bestechen", damit sie trotz einer schlechten Arbeitgebermarke ins Unternehmen einsteigen. Das kann sich bei einem Konzern mit beispielsweise 10.000 Beschäftigten rasch zu einer siebenstelligen Summe addieren.
Denn laut einer repräsentativen Studie des Business-Netzwerks Linkedin würde jeder fünfte Mitarbeiter für einen Gehaltsaufschlag von mindestens 10 Prozent einen Job annehmen, obwohl der Arbeitgeber eine schwache Employer Brand hat. Dagegen ist fast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer bereit, bei einem Jobwechsel auf eine Gehaltserhöhung zu verzichten, wenn das neue Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke hat. Vor dem Hintergrund wundert es nicht, dass der Aufbau einer positiven Arbeitgebermarke für 43 Prozent der deutschen Personaler an erster Stelle steht, wenn es um die Personalbeschaffung geht. Für potenzielle Kandidaten ist dabei die Jobsicherheit am wichtigsten (48 Prozent), gefolgt von Entwicklungsmöglichkeiten (36 Prozent) und Eigenständigkeit im Job (33 Prozent). Am Arbeitgeberimage kratzt vor allem, wenn die Sicherheit der Jobs in Frage steht (52 Prozent), die Teams schlecht performen (50 Prozent) und Führungskräfte einen schlechten Ruf haben (44 Prozent)."Eine Arbeitgebermarke ist nicht das, was ein Personalchef gerne über sein Unternehmen hören würde, sondern das, was Mitarbeiter und Kandidaten tatsächlich über einen Arbeitgeber denken und sagen", sagt Alexandra Kolleth, Mitglied der Linekdin-Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz, hinzu. ems
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